Die Veränderungen durch die sich rasant entwickelnde künstliche Intelligenz (KI) für Medien und den Journalismus standen im Zentrum des im Hohen Haus stattgefundenen Parlamentarischen Forums. Die dazu eingeladenen Expert:innen waren sich darüber einig, dass es darum gehe, KI in bestmöglicher Weise zu verwenden und die Risiken zu minimieren.
Laut Charlie Beckett von der London School of Economics and Political Science "experimentiert" bereits ein Großteil der Medienunternehmen mit generativen KI-Programmen, wodurch es etwa zu massiven Effizienzsteigerungen in der journalistischen Arbeit komme. KI-Programme könnten aber die menschliche Komponente nicht ersetzen, diese werde im Gegenteil in Zukunft noch wichtiger. Uli Köppen vom Bayrischen Rundfunk vermittelte in ihrem Referat einen Einblick, wie KI-Instrumente in der täglichen Arbeit eines News-Rooms bereits eingesetzt werden. Geht es nach der Expertin, ist es noch nicht zu spät, um eigene europäische Sprachmodelle auf die Beine zu stellen. Für Clemens Pig, Geschäftsführer der Austria Presse Agentur, darf der konkrete Einsatz von generativer KI weder verteufelt, noch glorifiziert werden. Medienunternehmen sollten die "Jahrhundertchance" der Technologierevolution nicht vorbeiziehen lassen.