News 05.05.2026, 14:18
Gedenkveranstaltung

Parlament gedenkt Opfer des Nationalsozialismus

Im Mittelpunkt der heurigen Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Bundesversammlungssaal des Parlaments stand heuer der Gedenkdienst. In seiner Eröffnungsrede betonte Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner, dass es keinen Schlussstrich geben dürfe. Er betonte aber auch, dass das Gedenken neue Formen finden müsse, um lebendig zu bleiben. Das Engagement junger Menschen zeige, dass Österreich sich seiner Verantwortung für die Vergangenheit stelle und die Erinnerung lebendig halte.

Überlebende Schnabl Argent: Das Gute tun

Die Gedenkrede hielt Hedi Schnabl Argent, die 1939 mit ihrer Familie aus Wien flüchten musste. Sie berichtete aus ihren Lebenserfahrungen und betonte, dass es inmitten des Bösen immer auch Menschen gegeben habe, die bereit waren, Gutes zu tun. Ihre Erfahrungen als jüdisches Mädchen im Österreich der 1930er-Jahre hat Schnabl-Argent auch in dem Kinderbuch "Der Tag, an dem sich die Musik veränderte" verarbeitet.

Hedi Schnabl Argent musste 1939 aus Wien flüchten.

Gedenkdienst als wichtiger Beitrag zur Erinnerungsarbeit

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion unterhielt sich der Vizedirektor des Museums Auschwitz-Birkenau Andrzej Kacorzyk mit ehemaligen Gedenkdienerinnen und Gedenkdienern über die Bedeutung des Gedenkdienstes und ihre Erfahrungen im Rahmen ihres Einsatzes. In seinen Abschlussworten würdigte Bundesratspräsident Markus Stotter den Gedenkdienst. Dieser sei eine der wichtigsten tragenden Säulen der österreichischen Erinnerungsarbeit.

Eine Gedenkdienerin und Gedenkdiener erzählten von Erfahrungen während ihrer Auslandseinsätze.