Der auf Verlangen der FPÖ eingesetzte Pilnacek-Untersuchungsausschuss hat erste Ladungen beschlossen. Unter anderem sollen zunächst der Baggerfahrer, der Pilnaceks Leichnam in einem Altarm der Donau gefunden hat, ein Polizist der Polizeiinspektion Weißenkirchen und ein Mitglied der Feuerwehr Rossatz, das an der Bergung des Leichnams beteiligt war, befragt werden. Zudem stehen die zum Auffindungsort Pilnaceks gerufene Ärztin, die Staatsanwältin, die die Obduktion Pilnaceks angeordnet hat, der Bezirkspolizeikommandant von Krems sowie weitere Polizeibeamtinnen und -beamte auf der von der FPÖ initiierten Ladungsliste.
Auch der frühere Abgeordnete und Buchautor Peter Pilz, der sich eingehend mit dem "Fall Pilnacek" befasst hat, der Vorsitzende der unabhängigen Untersuchungskommission des Justizministeriums Martin Kreutner, jener Unternehmer, der ein Gespräch mit Pilnacek heimlich aufgezeichnet hat, und die Journalisten Michael Nikbakhsh und Erich Vogl sollen in den Ausschuss kommen. Weitere Auskunftspersonen sind die ehemalige Lebensgefährtin Pilnaceks und ihre damalige Mitbewohnerin: Sie waren laut FPÖ unter den letzten Personen, die Pilnacek lebend gesehen haben.
Mit dem Pilnacek-Untersuchungsausschuss will die FPÖ insbesondere der Frage nachgehen, ob es bei den Ermittlungen rund um den Tod des ehemaligen Spitzenbeamten im Justizministerium Christian Pilnacek zu politischen Einflussnahmen gekommen ist.