News 09.04.2026, 16:25

Positiver Ausblick im Tourismusausschuss trotz Krieg im Nahen Osten

Über die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf den heimischen Tourismus sowie über geplante Maßnahmen zur Entbürokratisierung tauschten sich heute im Tourismusausschuss des Nationalrats die Abgeordneten mit Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Staatssekretär Josef Schellhorn aus.

Die vollen Auswirkungen der Eskalation im Nahen Osten auf den Tourismus in Österreich seien derzeit zwar noch nicht absehbar, die Hotellerie sei jedoch für die kommende Saison "vorsichtig optimistisch", denn es seien "keine Einbrüche zu erwarten", sagte die die für Tourismus zuständige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

Das Jahr 2025 sei für den heimischen Tourismus besonders gut verlaufen, berichtete Staatssekretärin Zehetner.

Kein Mangel an Kerosin in Wien

Am Flughafen Wien gebe es laut Zehetner keinen Kerosinmangel und derzeit würde man auch "keinen kommen sehen". Die Austrian Airlines (AUA) würden von ihren vielen Direktverbindungen nach Asien profitieren, sagte sie. Höhere Flugpreise könnten für den heimischen Tourismus auch eine Chance sein, indem man Österreich für inländische Gäste sowie für Gäste aus den Nachbarländern als "Naherholungsregion" positioniere, sagte der für Deregulierung zuständige Staatssekretär Schellhorn. Deutschland zähle zu den Hauptmärkten für den heimischen Tourismus und nur wenige würden von dort mit dem Flugzeug anreisen.

Sechs Wochen: Verlängerung von Public-Viewing-Veranstaltung

Einstimmig angenommen wurde im Ausschuss ein von allen fünf Parlamentsparteien gemeinsam vorgelegter Gesetzesantrag zur Änderung der Gewerbeordnung. Diese sieht vor, die zulässige Dauer für Public-Viewing-Veranstaltungen von vier auf sechs Wochen zu verlängern. Denn in den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass große internationale Sportveranstaltungen zunehmend länger dauern und umfangreicher organisiert werden. Insbesondere bei internationalen Turnieren wie der Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA, Europameisterschaften oder vergleichbaren Großereignissen erstrecken sich Turnierphasen, Rahmenprogramme sowie begleitende Veranstaltungen häufig über einen Zeitraum, der über vier Wochen hinausgeht.

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