Um Strom günstiger zu machen, hat der Finanzausschuss eine Senkung der Elektrizitätsabgabe für das Jahr 2026 auf den Weg gebracht. Die Abgabe soll von 1,5 auf 0,82 Cent pro Kilowattstunde sinken, für private Haushalte sogar auf 0,1 Cent. Um diese Kostensenkung auch an die Haushalte zu bringen, soll wie beim Stromkostenzuschussgesetz vorgegangen und die verpflichtende Zuordnung standardisierter (synthetischer) Lastprofile durch die Netzbetreiber herangezogen werden.
ÖVP, SPÖ, NEOS und Grüne stimmten dafür. Die FPÖ stimmte vorerst dagegen, will dies aber bis zur Abstimmung im Nationalratsplenum noch innerhalb der Partei beraten. Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl bewertete die Entlastungen ab 1.1.2026 für ein wichtiges Signal und eine schnell wirkende Maßnahme.
Angesichts hoher Energiepreise gehe es darum, die Energiekosten zu verringern, erklärte Kurt Egger (ÖVP). Das vergangene Woche beschlossene Elektrizitätswirtschaftsgesetz wirke mittelfristig, sagte er, die vorliegende Änderung soll hingegen kurzfristig im Jahr 2026 ihre Wirkung entfalten. Auf der Stromrechnung soll dies zu einer Entlastung von etwa 50 € pro Jahr und Haushalt führen, denn die Stromkosten würden um 5 % sinken. Jakob Schwarz (Grüne) zeigte sich über die Dringlichkeit überrascht, befand die Maßnahme aber für "sehr gut". Michael Fürtbauer (FPÖ) war sich noch nicht sicher, ob die Entlastung "der große Reißer wird". Markus Hofer (NEOS) machte hingegen auf den großen Effekt dieser Einzelmaßnahme auf die Inflation aufmerksam.
Die Stromkosten sollen sinken.