News 23.06.2026, 20:24
Gesundheitsausschuss

Verbot von Einweg-E-Zigaretten beschlossen

Die ärztliche Basisausbildung wird von neun auf sechs Monate verkürzt.

Ab Beginn des nächsten Jahres werden in Österreich keine Einweg-E-Zigaretten, egal ob mit oder ohne Nikotin, erhältlich sein. Das ist ein zentraler Inhalt der Novelle zum Tabak- und Nichtraucherschutzgesetz, die mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ, NEOS und Grünen im Gesundheitsausschuss beschlossen wurde. Begründet wird der Gesetzesvorschlag nicht nur mit dem Jugendschutz, sondern auch damit, dass die in den E-Zigaretten enthaltenen Lithiumbatterien zu immer mehr Entsorgungsproblemen führen würden. Außerdem werden nicht nur neuartige Produkte wie Nikotinbeutel strenger reguliert, sondern auch das Wegwerfen von Zigarettenstummeln auf öffentlichen Spielplätzen untersagt. Dafür drohen ab 20. August Verwaltungsstrafen in der Höhe von 500 €.

Gesundheitsstaatssekretärin Königsberger-Ludwig spricht von wichtiger Maßnahme im Sinne des Jugendschutzes

Verkürzung der Basisausbildung soll die Wartezeiten auf Ausbildungsplätze verringern

Im Zuge der Novellierung des Ärztegesetzes wurde ein Abänderungsantrag eingebracht, der die Verkürzung der Dauer der Basisausausbildung, also der ersten Phase der Facharztausbildung, ab 1. August 2026 von neun auf sechs Monate vorsieht. Damit soll es nicht nur zu einer Verwaltungsvereinfachung kommen, sondern vor allem die Wartezeiten auf Ausbildungsplätze verkürzt werden, hob Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig hervor. Weitere mehrheitlich beschlossene Regierungsvorlagen umfassten die Einbeziehung der Berufsgruppe der niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzte in das neue Qualitätssicherungssystem sowie die weitere Verlängerung der Ausnahmeregelung für die Übermittlung von Gesundheitsdaten per Fax um ein Jahr.