News 01.07.2024, 19:25

Volksgruppen im Austausch bei Dialogplattform

Die Sprachen der Volksgruppen in Österreich sollten nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickelt und als Schatz begriffen werden, sagte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka heute bei der "Dialogplattform autochthoner Volksgruppen im Parlament". Bereits zum dritten Mal kamen heute im Parlament im Rahmen einer Dialogplattform Vertreterinnen und Vertreter aller Parlamentsfraktionen sowie die Vorsitzenden der Volksgruppenbeiräte im Bundeskanzleramt zusammen, um sich zu volksgruppenrelevanten Themen auszutauschen. Wie schon in den vergangenen Jahren, stand auch bei der heutigen Zusammenkunft das Thema Bildung im Fokus. Dies sei kein Zufall, da Bildung eine Wurzel für den Erhalt kultureller Vielfalt sei, sagte Parlamentsdirektor Harald Dossi.

Nadja Kramer (ARGE privater zwei- und mehrsprachiger Kindergärten) und Bernard Sadovnik (Bürgermeister der Gemeinde Globasnitz/Globasnica & Vorsitzender der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen) informierten über "Zwei- und mehrsprachige Betreuung im elementarpädagogischen Bereich am Beispiel Kärntens". Der Obmann des Schulvereins "Komenský" und Vorsitzende im Volksgruppenbeirat, Karl Hanzl berichtete über "Durchgehende Bildungsangebote aller autochthonen Volksgruppensprachen in Wien, aufbauend am Beispiel der "Komenský"-Schule".

Die Teilnehmer:innen der Dialogplattform

Die Vorsitzenden der Volkgruppenbeiräte zeigten sich einig darüber, dass es eine bessere gesetzliche Verankerung der volksgruppenspezifischen Sprachförderung brauche. Insbesondere die Bindung von Volksgruppenrechten an ihre traditionellen Siedlungsgebiete sei dahingehend hinderlich, wie auch die anwesenden Vertreter:innen der Parlamentsfraktionen bestätigten.