News 24.07.2024, 08:53

Welche Gesetze würden Kinder machen?

Im Demokratikum, dem Besucher:innenzentrum des Parlaments, haben die Besucher:innen viele Möglichkeiten sich interaktiv zu informieren. Sie können sich fotografieren lassen, nur um wenig später auf einer Videowall zu erscheinen. Sie können an Infotischen kleine Aufgaben erfüllen oder sich über das Gebäude, die Geschichte oder Österreichs politisches System informieren. Insgesamt gibt es 27 interaktive Stationen.

An einer davon können Besucher:innen auch Gesetze vorschlagen. Die Station war eigentlich für die Jüngeren gedacht, doch sie erfreut sich auch bei Erwachsenen großer Beliebtheit. Von Jänner bis Juni wurden hier über 1.500 Vorschläge gemacht, das ist um ein Drittel mehr als im Vorjahr. Eine Auswahl an Vorschlägen gibt es auf den Social-Media-Kanälen des Parlaments zu finden.

Eine Gesetzesinitiative kümmert sich ums bequeme Sitzen.

Klubs werden über Vorschläge informiert

Der Handschrift nach zu urteilen, interessieren sich Kinder und Jugendliche vor allem für die Themen Schule, Soziales und Gesellschaft. Bei Erwachsenen wird es zwar diverser, Soziales und Bildung sind aber auch hier häufig genannt.

Die Parlamentsdirektion wertet die Gesetzesentwürfe noch aus, kategorisiert und archiviert schlussendlich. Außerdem bekommen auch die Klubs die Auswertungen zur Verfügung gestellt.

Für die Kleinsten gibt es ein Stempelheft für Entdecker:innen.

Weitere Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche können aber nicht nur im Demokratikum auf Ideen aufmerksam machen. Beim jährlich stattfindenden Jugendparlament bekommen Schüler:innen einen besseren Einblick in den Gesetzgebungsprozess. Einen ganzen Tag lang müssen sie in Fraktionen über eigene Gesetze verhandeln und abstimmen. Jene, die bei der Abstimmung angenommen wurden, kommen dann in den "echten" Ausschuss. Dort sitzen die zuständigen Abgeordneten des Nationalrats und können sich von den Vorstellungen des Jugendparlaments inspirieren lassen.