News 04.02.2026, 15:43

Zypern stellt Schwerpunkte seines EU-Ratsvorsitzes vor

Mit Jahresbeginn übernahm Zypern zum zweiten Mal den EU-Ratsvorsitz. Im EU-Ausschuss des Bundesrats präsentierte Botschafter Andreas Ignatiou die dafür festgelegten Schwerpunkte. Zypern stellt während des sechsmonatigen Ratsvorsitzes unter dem Motto "Eine autonome Union. Offen für die Welt" die Eigenständigkeit Europas und innere Stärke in den Mittelpunkt.

Als Prioritäten nannte Ignatiou die Themen Sicherheit und Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit, Außenpolitik, gemeinsame Werte und Soziales sowie die Verhandlungen zum nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU. Auf bilateraler Ebene sprach der Botschafter Österreich seinen Dank für die friedensichernde Präsenz Österreichs in Zypern aus.

Der Ratsvorsitz der Europäischen Union wechselt alle sechs Monate unter den Mitgliedstaaten. Im ersten Halbjahr 2026 hat Zypern den Vorsitz inne, im zweiten Halbjahr folgt Irland.

Hindernisse für den Kapitalfluss innerhalb der EU abbauen

Im zweiten Teil des Ausschusses behandelten die Ausschussmitglieder einen Vorschlag der Europäischen Kommission für eine neue Verordnung zur Weiterentwicklung der Kapitalmarktintegration und der Aufsicht in der Union. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen Hindernisse für den Kapitalfluss innerhalb der EU abbauen und die "Aufsichtsarchitektur fit machen", erläuterte ein Experte des Finanzministeriums.