Familienausschuss: Karmasin plädiert für Kindergartenpflicht ab vier
Das Erfolgsmodell Gratis-Kindergarten soll auch für Vierjährige offenstehen, findet Familienministerin Sophie Karmasin. Seit das letzte Kindergartenjahr vor Schuleintritt verpflichtend ist, gebe es besonders in der Sprachförderung der Kleinen schon gute Ergebnisse. Das sei nun auszuweiten, unterstrich sie im Familienausschuss des Nationalrats. Bedenken, ob die Bundesländer in ihrer Zuständigkeit für das Kindergartenwesen eine Ausdehnung der verpflichtenden Elementarbildung finanziell schultern können, nahm die Ministerin zwar Ernst. Sie verwies aber darauf, dass mit einer sozialen Staffelung bereits jetzt fünf Länder den kostenlosen Kindergartenbesuch für Vierjährige anböten.
Anhand mehrerer Oppositionsanträge behandelten die Abgeordneten Forderungen wie Elternkarenz für Pflegeeltern, Anpassungen bei der Familienbeihilfe und einmal mehr die Abschaffung des Selbstbehalts für Kinder im Krankenhaus. Auf eine NEOS-Initiative hin einigten sich die Abgeordneten auf Gespräche mit ExpertInnen aus den Ministerien für Familie, Soziales und Gesundheit über die sozial- und arbeitsrechtliche Absicherung von Eltern nach dem Tod ihres Kindes in der Karenzzeit
Weitere Informationen:
- Parlamentskorrespondenz Nr. 706/2015 (Kindergarten)
- Parlamentskorrespondenz Nr. 707/2015 (Oppositionsanträge)