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Tourismus: Wifo rechnet mit Nächtigungsrückgang um bis zu 36% im heurigen Jahr

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Das heurige Jahr hat für den Tourismus in Österreich durchaus erfolgreich begonnen. Nach guten Zahlen im Jänner und Februar musste die Branche Mitte März Corona-bedingt jedoch eine "Vollbremsung" hinlegen. Und die Lage bleibt schwierig. Um bis zu 36% könnten die Nächtigungen laut einer aktuellen Wifo-Studie übers Jahr gesehen einbrechen. Darauf verwies Oliver Fritz bei einer Debatte im Tourismusausschuss des Nationalrats. In der Sommersaison droht gar ein Minus von 47%. Allerdings gibt es auch optimistischere Szenarien. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hält die bereits beschlossenen und weitere geplante staatliche Hilfen zur Stabilisierung der Branche jedenfalls für unentbehrlich. Laut Wolfgang Kleemann von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank sind bei der ÖHT heuer bereits 6.500 Förderanträge eingelangt, davon wurden bislang 5.800 bewilligt.

2019 erwies sich der Tourismus laut Bericht wieder als tragende Säule der österreichischen Wirtschaft. Mit 46 Millionen Gästen und 153 Millionen Nächtigungen wurden die bisherigen Höchstmarken neuerlich überschritten. Die Gesamtentwicklung 2019 wurde dabei zum überwiegenden Teil von internationalen Gästen bestimmt, die 69% der Ankünfte und 73,8% der Übernachtungen in Österreich stellten. Der Anteil der touristischen Wertschöpfung am Bruttoinlandsprodukt belief sich auf 7,3%.

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