Vom Keller bis zum Dach: Fortschritte bei Parlamentssanierung
Die Arbeiten im historischen Parlamentsgebäude schreiten voran. Vom Keller bis zum Dach wurde in den vergangenen Wochen gearbeitet.
Im zukünftigen Besucherzentrum, der Agora, etwa wurden der Doppelboden mit den darunter liegenden Leitungen verlegt und die Säulen grob verputzt. Nun wird bereits der Steinboden verlegt. Direkt darüber kommt wieder Licht in die Säulenhalle. Das Glasdach war davor monatelang abgedeckt, im fast 1.000 Quadratmeter großen Raum war es stockfinster.
Auch der Sitzungssaal des Nationalrats sieht anders aus als noch vor ein paar Wochen. Das große Arbeitsgerüst, das während der Konstruktion des Glasdachs in der Mitte des Saales stand, ist nun abgebaut. Man kann direkt durch die Kuppel ins Freie sehen. Auch der Aufbau der Tribünen für das Plenum, wo später die Abgeordneten sitzen werden, ist vorangeschritten. Nun werden bereits die historischen Holzverkleidungen an den Wänden wieder angebracht. Direkt unter der Glaskuppel ist die Schrägverglasung des zukünftigen Besucherrundgangs bereits abgeschlossen. Von diesem Gästepanorama werden BesucherInnen direkt in den Saal blicken können.
Im Bundesratssaal ist der Hohlraumboden, unter dem alle Leitungen verlaufen, fertig verlegt. Auch die historischen Luster wurden dort nach ihrer Restaurierung schon wieder montiert. Derzeit sind sie aber noch verhängt, damit sie vor Staub und Schmutz geschützt sind.
Im Dachgeschoß schreitet der Ausbau für das zukünftige Restaurant voran. Auch hier sind die Böden verlegt, die Decke ist großteils montiert und verkleidet. Auch die Installationen im Küchenbereich schreiten voran, es werden Lüftungsschächte und Dunstabzugshauben angebracht. Links und rechts vom Restaurant befindet sich jeweils ein Multifunktionsraum. Die Rohbauarbeiten wurden auch dort abgeschlossen. Der Einbau der Glaswände ist weit fortgeschritten. Durch sie kann man die Verzierungen am Dach bewundern. Diese Räume wurden neu geschaffen und sind so konzipiert, dass sie vom Straßenniveau nicht zu sehen sind. So bleibt das Erscheinungsbild des Gebäudes bestehen.
Schon zu sehen sind die Attika-Figuren, die nach ihrer Restauration wieder auf das Dach des Parlaments übersiedelt sind. Die 44 Figuren aus Carraramarmor repräsentieren verschiedene menschliche Qualitäten, Berufszweige und wissenschaftliche Disziplinen.
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