News in einfacher Sprache 18.06.2024, 15:17

Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Parlament eröffnet

Im Ersten Weltkrieg starben 9,5 Millionen Soldaten und 6,5 Millionen Zivilist:innen. Mehr als 21 Millionen Menschen waren danach Kriegs‑Invalide, weil sie verwundet wurden.

Im Jahr 2024 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 110. Mal. Im Parlament ist deshalb jetzt die Ausstellung "Ein Krieg aller gegen Alle? – Die Habsburger‑Monarchie im Ersten Weltkrieg" zu sehen.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hat zur Eröffnung ins Parlament eingeladen. In seinen Eröffnungsworten ging der Nationalratspräsident auch auf die Gegenwart ein.

Danach hielt der ehemalige Vizepräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Universitätsprofessor Arnold Suppan einen Vortrag zu der Ausstellung, die er auch zusammengestellt und betreut hat. Darin sprach er unter anderem von einer "seltsamen Mischung aus patriotischer Begeisterung, Ängsten und Unwissenheit". Diese Mischung habe dann in den Ersten Weltkrieg geführt, den er die "Ur-Katastrophe" des 20. Jahrhunderts nannte.

In der Säulenhalle werden dazu Fotos, Dokumente und Karten gezeigt. Sie kommen aus dem Heeresgeschichtlichen Museum, dem Österreichischen Staatsarchiv, der Parlamentsbibliothek und dem Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Die Ausstellungsstücke zeigen die schweren militärischen Verluste im Krieg. Sie zeigen aber auch die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, die kaum noch zu essen hatte. Sichtbar werden auch die innenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen den Nationalitäten und die außenpolitische Niederlage mit dem Ende der Habsburger‑Monarchie.

Wolfgang Sobotka und Arnold Suppan