News in einfacher Sprache 29.08.2023, 11:24

Austerlitz-Treffen: Westbalkan-Politik im Zentrum

Was ist das Austerlitz-Format?

Das Austerlitz-Format ist eine Zusammenarbeit der Länder Tschechien, Slowakei und Österreich. Es geht um das regionale Zusammenleben und um Verbesserung der Zusammenarbeit. Regelmäßig finden Treffen statt.

Themen des diesjährigen Treffens

Diesmal stand die Westbalkan-Politik im Zentrum. Zu den Westbalkan-Staaten gehören Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Die Länder sind für einen möglichen Beitritt zur Europäischen Union im Gespräch.

Beim diesjährigen Treffen der Parlamentspräsident:innen der drei Länder des Austerlitz-Formats auf Schloss Grafenegg in Niederösterreich waren auch Vertreter von Italien und Kroatien dabei.

Die Teilnehmer:innen waren:

  • Wolfgang Sobotka, der österreichische Nationalratspräsident
  • Alexander Schallenberg, der österreichische Außenminister
  • Markéta Pekarová Adamovà, die Präsidentin des tschechischen Abgeordnetenhauses
  • Boris Kollár, der Präsident des slowakischen Nationalrats
  • Ante Sanader, der Präsident des kroatischen Sabor, so heißt das Parlament in Kroatien
  • Giulio Tremonti, der Vorsitzende des Außen- und Europapolitischen Ausschusses der italienischen Abgeordnetenkammer

Zusammenarbeit mit den Westbalkan-Staaten

Wolfgang Sobotka eröffnete das Gespräch mit einem Aufruf: Die gemeinsame Zusammenarbeit mit den Westbalkan-Staaten soll auch auf der Ebene des Parlaments intensiver werden. Neben dem Ukraine-Krieg und seinen Auswirkungen war dies das wichtigste Thema des Arbeitsgesprächs.

Die Teilnehmer:innen des Austerlitz-Treffens schätzten die Bedeutung des Westbalkans für die Zukunft Europas gleich hoch ein. Sie meinten: Die Europäische Union soll sich deutlicher und sichtbarer engagieren.

Auch Außenminister Alexander Schallenberg sagte: Europa muss die Gelegenheit nutzen und die wirtschaftlichen Möglichkeiten der EU im Westbalkan stärker zur Geltung bringen. So kann man die schrittweise Integration der Westbalkan-Staaten in die EU weiter voranbringen.