News in einfacher Sprache 18.04.2024, 15:47

Bericht der Vereinten Nationen über sexuelle Gesundheit

Die Vereinten Nationen veröffentlichen jedes Jahr einen Weltbevölkerungs-Bericht. Er beschreibt, wie sich die Bevölkerung entwickelt und welche Trends und Herausforderungen es gibt. Heuer gibt es den Bericht zum 30. Mal.

Am 18. April hat die Gruppe #parlaandsex den Bericht im Parlament vorgestellt. #parlaandsex ist eine parlamentarische Gruppe mit Mitgliedern aus verschiedenen Parteien. Ihr Name steht für Parlament and Sex. Die Gruppe beschäftigt sich mit sexueller Gesundheit und sexuellen Rechten.

Für die Präsentation des Berichts hat #parlaandsex Willibald Zeck eingeladen. Er leitet die den Weltbevölkerungsfonds. Das ist die Unterorganisation der Vereinten Nationen, die den Bericht veröffentlicht.

Der Titel des Berichts lautet: "Verwobene Leben, Fäden der Hoffnung – Ungleichheiten in der körperlichen Selbstbestimmung überwinden". Der Bericht beschreibt, wie sich die Gesundheit von Mädchen und Frauen entwickelt. Es geht besonders um die Bereiche Sexualität und Fortpflanzung.

In den letzten 30 Jahren hat es weltweit viele Verbesserungen gegeben, zum Beispiel:

  • Zwischen 2000 und 2020 ist die Müttersterblichkeit um 34 Prozent gesunken. Das bedeutet, dass weniger Mütter in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gestorben sind.
  • Doppelt so viele Frauen verwenden moderne Verhütungsmittel, zum Beispiel Kondome oder die Pille.

Aber Willibald Zeck sagte, dass man trotzdem mehr tun muss, damit alle eine bessere Gesundheits-Versorgung bekommen. Denn die Müttersterblichkeit ist in den letzten Jahren gleich geblieben. In Ländern wie den USA ist sie sogar gestiegen.

Auch in Österreich gibt es Probleme

Willibald Zeck sagte: Im Vergleich zu vielen Ländern geht es Frauen in Österreich relativ gut. Aber auch in Österreich müssen sich viele Dinge verbessern. Zum Beispiel der Zugang zu Verhütungsmitteln, betonte Eva Maria Holzleitner von der SPÖ. Sie wies darauf hin, dass eine Verhütungsspirale sehr viel kostet. Das können sich viele Frauen schwer leisten.

Faika El-Nagashi von den Grünen sprach über Abbrüche von Schwangerschaften. Sie meint, dass Abbrüche in Österreich überall möglich sein müssen. Sie müssen kostenlos und straffrei sein.

Henrike Brandstötter von den NEOS sagte, dass Frauen eine gute Finanz-Bildung brauchen. Das ist sehr wichtig, damit sie ein unabhängiges Leben führen können.

Künstliche Intelligenz und falsche Informationen als Gefahren

Wenn es um Aufklärung geht, sind Künstliche Intelligenz und falsche Informationen ein großes Problem. Davor warnte Willibald Zeck. Heute bekommen Menschen ihre sexuelle Bildung vor allem aus dem Internet. Man kann die Menschen mit Kampagnen und falschen Informationen beeinflussen. Dadurch kann ein großer Schaden entstehen.

In Österreich gibt es die Gesellschaft für Familienplanung. Sie setzt sich für Gesundheit im Bereich Sexualität und Fortpflanzung ein. Sie fordert, dass es umfassende Bildung und Informationen in diesem Bereich gibt. Außerdem fordert sie mehr Geld für den Weltbevölkerungsfonds der Vereinten Nationen.