ÖVP, SPÖ und FPÖ möchten gerne das bestehende Pensions-System behalten und nur ein paar Veränderungen machen. Die NEOS hingegen wollen das System komplett neugestalten.
Christoph Zarits von der ÖVP sagte in der Diskussion: Im aktuellen Regierungsprogramm von ÖVP und Grünen steht, dass es für das österreichische Pensions-System keine komplette Neugestaltung braucht. Er ist der Meinung: Viele andere Länder beneiden Österreich um sein Pensions-System. Man muss nur ein paar Dinge verändern. Man soll zum Beispiel das tatsächliche Alter, in dem Menschen in den Ruhestand gehen, dem gesetzlich festgelegten Pensionsantritts-Alter angleichen.
Auch Josef Muchitsch von der SPÖ ist der Meinung: Das österreichische Pensions-System ist grundsätzlich in Ordnung. Das Pensions-System staatlich zu regeln ist die sicherste Pensions-Variante. In Zukunft muss man aber Rahmenbedingungen für altersgerechtes Arbeiten schaffen. Außerdem ist Josef Muchitsch der Meinung: Viele Menschen arbeiten regelmäßig länger als ihre eigentliche Arbeitszeit und bekommen für diese Überstunden nichts gezahlt. Man muss dafür sorgen, dass diese Überstunden bezahlt werden. Denn damit erhöhen sich für die betroffenen Personen auch die Beiträge in ihre Pensionsversicherung.
Rosa Ecker von der FPÖ ist ebenfalls der Meinung, dass das aktuelle Pensions-System grundsätzlich in Ordnung ist. Sie findet aber, dass man an manchen Stellen etwas verändern soll. Zum Beispiel für Frauen. Rosa Ecker findet: Es braucht Maßnahmen, damit Frauen länger gesund arbeiten können. Viele Frauen gehen nicht zur Arbeit, sondern pflegen zu Hause ihre kranken oder älteren Angehörigen. Für diese Pflegetätigkeiten braucht es eine Bezahlung. So gibt es in Zukunft wieder mehr Personen, die in die Pensionsversicherung einzahlen.
Yannick Shetty von den NEOS hat eine ganz andere Meinung als die drei anderen Parteien. Er findet: Man muss das Pensions-System komplett erneuern. Dabei soll man sich an den skandinavischen Ländern ein Vorbild nehmen. Es braucht zum Beispiel ein einheitliches Pensionskonto. Außerdem braucht es ein Pensionsantritts-Alter, das von der Lebenserwartung der Menschen abhängt.
Die beiden Expert:innen Dinah Djalinous-Glatz und Winfried Pinggera waren der Meinung: Es braucht in Österreich keine komplette Erneuerung des Pensions-Systems. Dinah Djalinous-Glatz arbeitet beim Österreichischen Gewerkschaftsbund. Winfried Pinggera arbeitet bei der Pensions-Versicherungsanstalt.
Zur Diskussion war auch die Grünen-Abgeordnete Bedrana Ribo eingeladen. Sie war jedoch krank und konnte am Gespräch nicht teilnehmen.