Die Opposition nutzte die Debatte über Gesetze zum Budget vor allem für massive Kritik an der Budget-Politik der Regierung.
Kai Jan Krainer ist Finanzsprecher der SPÖ. Er sagte: Österreich hat zu hohe Preise, zu hohe Steuern und zu hohe Schulden.
SPÖ, FPÖ und NEOS denken außerdem, dass das hohe Budget-Defizit in den nächsten Jahren bedenklich ist.
FPÖ-Budget-Sprecher Hubert Fuchs sagte: Wir stehen vor einem "budgetären Scherbenhaufen".
NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger denkt: Das ist ein "Verrat am Steuerzahler".
Ein Großteil der Maßnahmen wurde aber von zumindest einer Oppositionspartei unterstützt. Manche Beschlüsse waren sogar einstimmig. Zum Beispiel die Maßnahmen zur Förderung der Produktion von Mikrochips.
Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne meinten: Das Budget für 2024 ist "solide" und "zukunftsorientiert". Das sieht man zum Beispiel an den steigenden Ausgaben für Klimaschutz und Kinderbetreuung.
Finanzminister Magnus Brunner betonte: Durch die Abschaffung der kalten Progression wird die Kaufkraft in Österreich gestärkt. Kalte Progression entsteht dann, wenn der Steuersatz die Inflation nicht berücksichtigt. Wenn Menschen mehr Geld verdienen, müssen sie höhere Steuern zahlen. Wenn gleichzeitig die Preise steigen, können sie sich dann trotzdem nicht mehr leisten. Das Geld, das sie mehr verdienen, müssen sie für die gestiegenen Preise und die höheren Steuern ausgeben.
Der Finanzminister sagte auch: Österreich ist eines der wenigen EU-Länder, das 2024 die Maastricht-Defizitgrenze einhalten wird.
Für die Berechnung des Maastricht-Defizits werden die Einnahmen und die Ausgaben des gesamten Staates verglichen. Wenn die Ausgaben höher sind als die Einnahmen, ergibt das ein Defizit. Das Ergebnis ist wichtig für die Einhaltung des Stabilitäts- und Wachstumspakts der Europäischen Union. Dort ist festgelegt, wieviel Prozent des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) das Defizit der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union betragen darf. Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung eines Landes. Für das BIP rechnet man den Wert aller Güter und Dienstleistungen in Österreich zusammen.