Der 3. Mai ist der internationale Tag der Pressefreiheit. An diesem Tag haben der Presseclub Concordia und das Parlament zur Verleihung der Concordia-Preise 2023 eingeladen. Die Auszeichnungen werden für "hervorragende publizistische Leistungen für Menschenrechte, Demokratie und insbesondere für Presse- und Informationsfreiheit" verliehen. Jedes Jahr werden damit journalistische Arbeiten ausgezeichnet, die als vorbildlich für unabhängige und kritische Berichterstattung angesehen werden.
Concordia-Preise 2023 im Parlament verliehen
Die Preisträger:innen
Mit dem Preis in der Kategorie Pressefreiheit wurde die Redaktion von "DOSSIER" ausgezeichnet. Die Jury betonte: Die Zeitschrift DOSSIER war eines der ersten Medien, die auf das Problem der Vergabe von Inseraten durch öffentliche Stellen hingewiesen haben.
Den Preis der Kategorie Menschenrechte vergab die Jury an das Team des inklusiven Online-Mediums "andererseits". Besonders hervorgehoben wurde die Dokumentation "Das Spendenproblem", in der die Redaktion die Spendenaktion "Licht ins Dunkel" kritisch beleuchtet hat.
Den Ehrenpreis der Concordia für das Lebenswerk erhielt der bekannte Karikaturist Gerhard Haderer.
Kritische Anmerkungen zur Medienpolitik
Die Zweite Präsidentin des Nationalrats, Doris Bures, wies in ihren Begrüßungsworten auf die Bedeutung von unabhängigem Journalismus und Demokratie hin. In den Dankesreden der Preisträger:innen wurden auch kritische Anmerkungen zur aktuellen Medienpolitik gemacht. Auch Concordia-Präsident Andreas Koller fand in seiner Begrüßung kritische Worte. Er sieht zum Beispiel den Umgang mit der "Wiener Zeitung" als "schwere medienpolitische Fehlentscheidung". Die älteste Tageszeitung der Welt soll ja bald nur noch online erscheinen. Koller kritisierte auch, dass der Österreichische Presserat zu wenig Geld für seine Arbeit bekommt.
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