Das Jahr 1848 prägt Österreich noch heute: Im März wagen Studierende einen Aufstand und fordern demokratische Mitbestimmung. Im Oktober kommt es zu schweren Kämpfen zwischen Revolutionären und den kaiserlichen Truppen. Dazwischen – im Sommer 1848 – hat Österreich plötzlich ein gewähltes Parlament.
Es ist das erste frei gewählte Parlament Österreichs. Es tagt in der Winter-Reitschule der Wiener Hofburg und fasst einen der wichtigsten Beschlüsse der österreichischen Geschichte: die Aufhebung der bäuerlichen Untertänigkeit. Bäuerinnen und Bauern waren bis dahin Untertanen: Grund und Boden gehörten dem Adel, sie mussten gehorsam sein und hatten keine Rechte. Der Antrag dazu kam von einem 22-jährigen Abgeordneten aus Schlesien. Der Name des Abgeordneten war Hans Kudlich.