Mit April treten einige neue Vorgaben in Kraft. Sie betreffen den Alltag vieler Menschen in Österreich.
Diese 5 Gesetze gelten ab April
1. Geschäfte müssen "Shrinkflation" kennzeichnen
"Shrinkflation" bedeutet: Die Verpackungsgröße und der Preis eines Produktes bleiben gleich, aber es ist weniger drin als früher. Man bekommt also weniger Inhalt für den gleichen Preis.
Das müssen Geschäfte in Zukunft kennzeichnen, zum Beispiel mit folgendem Hinweis: "Achtung: Weniger Inhalt – höherer Preis".
Die Pflicht gilt für Lebensmittel‑Geschäfte und für Drogerien. Sie müssen größer als 400 Quadratmeter sein oder mehr als 5 Filialen haben.
Kleinere Geschäfte sind nicht zur Kennzeichnung verpflichtet.
Wenn ein Produkt weniger Inhalt hat, müssen das Geschäfte ab sofort kennzeichnen. Der Hinweis muss 60 Tage lang sichtbar sein.
2. Richtwert-Mieten steigen wieder
Richtwert-Mieten geben vor, wie viel Miete man höchstens verlangen darf.
Die Richtwert-Mieten für Altbau-Wohnungen sind einige Jahre lang gleich geblieben. Am 1. April werden sie angepasst. Die Mieten können sich also erhöhen. Die gesamte Miete darf vorerst aber nur um höchstens 1 Prozent steigen.
3. E-Liquids und Nikotin-Beutel werden teurer
Ab sofort zahlt man Tabak-Steuer auch für Nikotin‑Beutel und E‑Liquids, also für die Flüssigkeiten für E‑Zigaretten. Damit werden die Produkte teurer.
Außerdem dürfen die Produkte nur noch in Trafiken verkauft werden. E‑Zigaretten darf man zusätzlich auch in Fachgeschäften mit Genehmigung verkaufen.
Aber man darf tabakähnliche Produkte nicht mehr über Versand verkaufen.
E-Zigaretten dürfen nur mehr Trafiken verkaufen und Geschäfte, die eine Genehmigung haben.
4. Tanken wird günstiger
In letzter Zeit ist Treibstoff viel teurer geworden, zum Beispiel wegen des Kriegs im Iran.
Ab sofort gilt deshalb eine Spritpreis-Bremse: Die Mineralöl‑Steuer sinkt vorübergehend. Gleichzeitig dürfen Unternehmen nicht so viel Gewinn mit Treibstoff machen.
Dadurch soll der Treibstoff um 10 Cent pro Liter günstiger werden.
5. Billiger Strom für Haushalte mit wenig Einkommen
Ab April gibt es den Sozialtarif: Haushalte mit wenig Geld bekommen Strom billiger. Sie bezahlen 6 Cent pro Kilowatt‑Stunde. Das ist die Einheit, in der man Strom misst.
Der günstige Preis gilt für 2.900 Kilowatt‑Stunden pro Jahr. Wenn Haushalte mehr verbrauchen, zahlen sie dafür den normalen Preis.
Der Sozialtarif gilt für alle Menschen, die keinen ORF‑Beitrag bezahlen müssen.
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