Der Ausschuss beschäftigte sich auch mit dem Aktionsplan für die europäische Automobil-Industrie. Dieser zählt zum "Clean Industrial Deal". Er soll die Automobil-Industrie bei der laufenden Umstellung in den Bereichen Dekarbonisierung und Digitalisierung unterstützen. Dekarbonisierung meint die Reduktion des CO2-Ausstoßes.
Der Plan enthält eine Abänderung einer Verordnung zu den CO2-Standards für Hersteller von PKW und leichten Nutzfahrzeugen. Wenn Fahrzeughersteller ihr CO2-Flottenziel im Jahr 2025 verfehlen, müssen sie noch keine Strafzahlungen leisten. Stattdessen wird der Durchschnitt der Zielerreichung der Jahre 2025, 2026 und 2027 gebildet.
Österreich unterstützt den Vorschlag im Sinne der Flexibilität. Das sagte ein Experte des Infrastrukturministeriums. An der grundsätzlichen Struktur wird nichts geändert. Deshalb sieht der Experte einen ausgewogenen Effekt auf die Klimaziele – aber mit etwas geringerem Druck.
Ein Experte der Arbeiterkammer sah die im Aktionsplan enthaltene zeitliche "Streckung" kritisch. Er meinte: Es ist seit Jahren klar gewesen, wohin der Weg geht. Die Hersteller haben genug Zeit gehabt, um sich danach zu richten. Die meisten von ihnen könnten das bisher vorgegeben Ziel für 2025 auch erfüllen. Es ist zu befürchten, dass es in zwei Jahren noch einmal zu einer "Verwässerung der Ziele" kommen könnte.