News in einfacher Sprache 26.09.2023, 16:00

Kinderschutz-Konzept für Schulen

Verpflichtendes Kinderschutz-Konzept für Schulen

Für Schulen soll es ein verpflichtendes Kinderschutz-Konzept geben. Die Regierung hat dem Unterrichtsausschuss zu diesem Thema eine Vorlage übergeben. Der Ausschuss hat dieser Vorlage einstimmig zugestimmt. Das Kinderschutz-Konzept ist ein Plan, wie man Schüler:innen vor physischer, psychischer und sexueller Gewalt an Schulen schützen kann. Konkret sollen die Schüler:innen vor Gewalt durch Erwachsene geschützt werden, aber auch vor Gewalt untereinander. Jede Schule soll ihr eigenes Kinderschutz-Konzept erstellen.

Jedes Konzept soll aus diesen Teilen bestehen:

  • Ein Verhaltenskodex, also ein Plan, wie sich alle verhalten sollen.
  • Eine Risikoanalyse. Hier wird überlegt, welche Gefahren es für die Schüler:innen gibt. 
  • Ein Kinderschutz-Team wird erstellt.
  • Und es wird ein Plan erstellt, was zu tun ist, wenn es eine Gefährdung gibt.

Kein zusätzliches Budget für das Kinderschutz-Konzept

SPÖ und NEOS kritisierten das Kinderschutz-Konzept: Sie wiesen darauf hin, dass es für die Umsetzung kein zusätzliches Budget gibt. Bildungsminister Martin Polaschek von der ÖVP sagte dazu: Durch die neuen Maßnahmen kommt es vor allem zu Kosten für die Weiterbildung des Lehrpersonals. Und für Weiterbildungen gibt es bereits ein sehr großes Budget. Bei dem jetzigen Weiterbildungs-Angebot soll es einen Schwerpunkt zum Thema Kinderschutz geben.

Eine Strategie für Künstliche Intelligenz im Bildungsbereich

Der Ausschuss hat sich auch mit dem Thema KI befasst. KI ist die Abkürzung für Künstliche Intelligenz. Damit sind bestimmte Computerprogramme gemeint. Sie sind so programmiert, dass sie ständig dazulernen. Dadurch werden sie mit der Zeit immer besser. KI-Programme können zum Beispiel selber Texte schreiben, wenn man ihnen bestimmte Stichwörter zum Inhalt nennt.

Im Ausschuss haben alle Mitglieder dafür gestimmt: Bildungsminister Martin Polaschek soll eine Strategie entwickeln, wie man mit dem Thema KI im Bildungsbereich umgeht. Das Thema KI soll zum Beispiel auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung des Lehrpersonals behandelt werden. Ebenso sollen Unterrichtsmaterialien sich so weiterentwickeln, dass dabei das Arbeiten mit KI-Programmen berücksichtigt wird.

Und es soll öffentliche Gespräche mit Expert:innen zum Thema "Chancen und Risiken von KI in der Schule" geben.

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