News in einfacher Sprache 15.09.2023, 16:16

Nationalratspräsident Sobotka zu Besuch in den USA

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka ist mit einer österreichischen Delegation für 5 Tage in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) gereist. Eine Delegation ist eine Gruppe von Personen, die die Interessen von einer größeren Gruppe von Menschen vertritt. In dem Fall vertritt die Delegation die Interessen von Österreich.

Der Nationalratspräsident führte zahlreiche Gespräche mit Politiker:innen und Expert:innen. Die Delegation besuchte mehrere angesehene Institutionen und Einrichtungen. Die Schwerpunkte waren jüdische Kultur und Künstliche Intelligenz. 

Künstliche Intelligenz (KI) ist der Versuch, menschliches Lernen und Denken auf Computerprogramme zu übertragen und ihnen damit Intelligenz zu verleihen. KI-Programme können eigenständig Antworten finden und Probleme lösen. Sie lernen ständig dazu und werden dadurch immer besser.

Politische Gespräche mit António Guterres, Nancy Pelosi und dem Bürgermeister von New York

In New York traf Wolfgang Sobotka den Generalsekretär der Vereinten Nationen (UNO), António Guterres. In dem Gespräch ging es um die rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Künstliche Intelligenz bringt viele Chancen. Sie birgt aber auch viele Gefahren für die Demokratie. Deshalb sind internationale Bemühungen notwendig, damit der Einsatz von Künstlicher Intelligenz besser reguliert wird.

Auch mit dem Bürgermeister von New York, Eric Adams, sprach der Nationalratspräsident über das Thema Künstliche Intelligenz.

Im Gespräch mit Nancy Pelosi, ehemalige Sprecherin und nun Abgeordnete des Repräsentantenhauses, sprach Wolfgang Sobotka über die Beziehungen von Österreich und der Europäischen Union (EU) zu den Vereinigten Staaten. 
Das Repräsentantenhaus ist eine der 2 Kammern des Kongresses in den USA. Der Kongress entspricht dem Parlament in Österreich. 
In dem Gespräch sagte Wolfgang Sobotka: In einer Situation wie jetzt, in der es weltweit viele Krisen gibt, brauchen wir eine solche gute Zusammenarbeit. 

Nationalratspräsident Sobotka traf auch die Gouverneurin des Bundestaats Massachusetts, Maura Healey. In dem Gespräch sagte er: Die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie sollte weiter ausgebaut werden. 

Zusammenarbeit mit Edward M. Kennedy Institute

In Massachusetts besuchte der Nationalratspräsident auch das Edward M. Kennedy Institute für den Senat der Vereinigten Staaten. Die Ziele des Edward M. Kennedy Institute sind Aufklärung der Menschen über die Rolle des Senats und Förderung der partizipativen Demokratie. In einer partizipativen Demokratie sollen sich möglichst viele Menschen an den verschiedenen demokratischen Prozessen beteiligen.

Der Höhepunkt dieses Besuchs war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung: Das österreichische Parlament wird in Zukunft mit dem Edward M. Kennedy Institute im Bereich Demokratiebildung zusammenarbeiten. 

Besuch wichtiger Institutionen und Forschungseinrichtungen

Im Rahmen der Reise traf der Nationalratspräsident auch zahlreiche Expert:innen und Wissenschafter:innen. Er führte Gespräche mit Vertreter:innen der Industrie im Bereich Biotechnologie in Boston.

Im Gespräch mit Expert:innen von der Harvard Kennedy School, des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Brookings Institution ging es um den Umgang mit Künstlicher Intelligenz und die unterschiedlichen Ansätze in Europa und den USA. 

Austausch über jüdische Kultur

Nationalratspräsident Sobotka traf außerdem Vertreter:innen jüdischer Organisationen, zum Beispiel vom American Jewish Committee. Diese lobten Österreichs Vorreiterrolle im Kampf gegen Antisemitismus und die zahlreichen Initiativen im Rahmen von Österreichs  Nationaler Strategie gegen Antisemitismus. Wolfgang Sobotka betonte: Antisemitismus ist eine Gefahr für die Demokratie und Vielfalt.