Es hat eine heftige Debatte gegeben, als Bundeskanzler Karl Nehammer den neuen Finanzminister Gunter Mayr vorgestellt hat. FPÖ-Chef Herbert Kickl hat geklagt, dass Nehammer bei der Nationalratswahl abgewählt worden ist, aber von Bundespräsident Alexander Van der Bellen trotzdem den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen hat.
Kickl sagte, dass dadurch demokratische Regeln gebrochen worden sind. Er ist der Meinung, dass FPÖ-Wähler:innen zu Wähler:innen "zweiter Klasse" gemacht worden sind.
Nehammer sagte dazu, dass er den Auftrag zur Regierungsbildung erst bekommen habe, nachdem klar war, dass Kickl keine Mehrheit mit einer anderen Partei finden kann. Auch die anderen Parteien kritisierten die Art von Politik der FPÖ stark. Viele Abgeordnete waren empört über eine Aussage von dem FPÖ-Abgeordneten Michael Schnedlitz. Schnedlitz hat gesagt, die anderen Parteien wollten in der Corona-Pandemie "das Parlament ausschalten".