News in einfacher Sprache 15.10.2026, 10:58

Schutzstatus für Ukraine-Vertriebene gilt bis März 2028

Wer in der Ukraine zum Militär muss, bekommt kein Aufenthaltsrecht in Österreich mehr.

Neue Regeln für Menschen aus der Ukraine

Die EU hat den Schutzstatus für Vertriebene aus der Ukraine schon verlängert. Er gilt jetzt bis zum 4. März 2028. In Österreich gibt es jetzt Änderungen bei der Vertriebenen-Verordnung. Innenminister Gerhard Karner hat diese Änderungen vorgeschlagen. Der Hauptausschuss hat den Änderungen mit einer großen Mehrheit zugestimmt.

Ukrainer, die ihre Pflichten beim Militär nicht erfüllt haben und die Ukraine eigentlich nicht verlassen dürfen, dürfen nicht mehr in Österreich bleiben. Das betrifft Personen, die nach Juli 2026 neu in Österreich angekommen sind. Menschen, die schon in einem anderen EU-Land Schutz erhalten haben, bekommen keinen zusätzlichen Schutzstatus in Österreich. Damit will man verhindern, dass Menschen aus der Ukraine Rechte und Leistungen doppelt bekommen, sagt Innenminister Gerhard Karner.

Für Vertriebene aus der Ukraine wird aber der Wechsel in das normale Aufenthaltsrecht leichter.

Durch Änderungen bei der Vertriebenen-Verordnung gibt es Einschränkungen beim Schutzstatus für Ukrainer.

FPÖ lehnt die Änderungen in der Verordnung ab

Die FPÖ hat die Änderung der Verordnung abgelehnt. Christian Hafenecker von der FPÖ befürchtet, dass man nicht kontrollieren kann, wer in der Ukraine zum Militärdienst verpflichtet ist. Er glaubt, dass ein Schwarzmarkt für Zertifikate entstehen wird. Das heißt, dass solche Zertifikate illegal gehandelt werden könnten. Außerdem hat er erwähnt, dass die Verlängerung des Schutzstatus für ein Jahr 290 Millionen Euro kostet.

Innenminister Karner sieht einen Fortschritt. Er sagt, es ist gut, dass Ukrainer im wehrfähigen Alter für den Militärdienst keinen automatischen Schutzstatus mehr bekommen. Außerdem vertraut er dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl.

In den Erklärungen zur Verordnung steht: Seit Beginn des Krieges gilt für 147.022 Menschen die Vertriebenen-Verordnung. Ein Drittel davon sind Kinder. Am 1. August 2026 haben 91.559 Menschen als Vertriebene gegolten. 25.600 davon waren in der Grundversorgung.

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