Der israelische Staatspräsident Jitzchak Herzog besuchte das österreichische Parlament. Bei einem Gespräch mit Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka äußerte er seine Anerkennung für die Anstrengungen Österreichs im Kampf gegen den Antisemitismus. Antisemitismus ist die feindliche Einstellung gegenüber Menschen mit jüdischem Glauben.
Staatspräsident von Israel besuchte das Parlament
Gespräche von Präsident Herzog und Nationalratspräsident Sobotka
Präsident Herzog meinte: Österreich stellt sich den schwierigen Kapiteln seiner Vergangenheit und zieht daraus Konsequenzen. Die Zusammenarbeit zwischen Israel und Österreich entwickelt sich sehr positiv. Vor allem zwischen den Parlamenten. Präsident Herzog begrüßte auch, dass der Austausch von jungen Menschen zwischen Österreich und Israel ausgeweitet werden soll.
Nationalratspräsident Sobotka sagte: Der Kampf gegen den Antisemitismus ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Auch das Parlament leistet dabei einen Beitrag. Antisemitismus ist eine Ideologie, die heute in neuen Formen auftritt. Der Antisemitismus richtet sich direkt gegen die Grundlagen einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft. In einer pluralistischen Gesellschaft werden die unterschiedlichen Meinungen und Interessen verschiedener Menschen respektiert.
Sobotka berichtete auch über Initiativen zur Demokratiebildung. Dabei sollen junge Menschen lernen, wie Demokratie funktioniert. Er berichtete auch über die Neuaufstellung des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus.