News in einfacher Sprache 12.12.2024, 15:54

Stipendium im Parlament: "Wir haben viel voneinander gelernt"

Das Westbalkan-Stipendium gibt es seit 2019

Das österreichische Parlament bietet es in Kooperation mit dem European Fund for the Balkans an.

3 Teilnehmer:innen haben gerade ihren Aufenthalt in Österreich beendet.

Wie hat es ihnen gefallen?

Die 3 Westbalkan-Stipendiat:innen kamen an ihrem letzten Arbeitstag in der Säulenhalle für ein Gruppenfoto zusammen. Von links: Marko Joković (Serbien), Elena Kotevksa (Nordmazedonien) und Valon Dobruna (Kosovo).

Lektionen zum Mit-nach-Hause-nehmen

"Jetzt werde ich fast ein bisschen traurig", sagt die 27‑jährige Elena Kotevksa an ihrem letzten Arbeitstag. Die Juristin arbeitet seit 1 Jahr im Parlament der Republik Nordmazedonien. Die vergangenen Wochen hat sie in der Abteilung Plenarsitzungs-Angelegenheiten in Wien verbracht. "Es hat mich sehr inspiriert, wie transparent, offen und zugänglich das österreichische Parlament ist. Und wie sehr man das in der Arbeit hier merkt. Diese Lektion will ich mit nach Hause nehmen."

Valon Dobruna arbeitet seit über 10 Jahren als Jurist im Parlament der Republik Kosovo. Er hat in Österreich einen neuen Bereich kennengelernt: Internationale Kooperationen. "Ich wollte etwas ganz Neues lernen. Es war eine tolle Möglichkeit, und die 6 Wochen sind so schnell vergangen", so der 44‑jährige.

Marko Joković kannte den Einsatzbereich im österreichischen Parlament. Der 39‑jährige arbeitet seit 2022 in der Personalabteilung des serbischen Parlaments. Im Hohen Haus hat er die Abteilung Verwaltungs‑Innovation verstärkt. "Wir haben unsere Erfahrungen ausgetauscht und voneinander gelernt", sagt Joković.

Elena Kotevksa hat während ihres Aufenthalts in Österreich auch Christkindlmärkte besucht.

Museen und Glühwein

Trotz der vollen Tage im Parlament blieb den Stipendiat:innen auch Zeit, die Stadt zu erkunden. "Ich bin sehr viel gegangen", sagt Joković und lacht. "Meine Familie hat mich besucht und wir haben uns einige Museen angesehen." Elena Kotevksa freut sich, dass sie genau in der Vorweihnachtszeit in Wien war: "Ich habe viele Weihnachtsmärkte besucht und Glühwein probiert. Den mochte ich sehr."

Stärkung der Demokratie in Westbalkan-Ländern

Das Stipendien-Programm gibt es seit 2019. Es soll Demokratie, Parlamentarismus und Rechtsstaatlichkeit in den Ländern des Westbalkans stärken. Die Länder des Westbalkans sind:

  • Albanien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Kosovo
  • Montenegro
  • Nordmazedonien
  • Serbien

Das Ziel ist ein intensiver Austausch in der Verwaltung. Elena Kotevksa, Valon Dobruna und Marko Joković waren Teil der 4. Generation des Stipendien‑Programms.