News in einfacher Sprache 04.06.2025, 19:21

Wissenschafts-Ausschuss: Österreich will US-Forschende gewinnen

Staatenübergreifende Studienprogramme sollen vereinfacht werden. Im Universitäts-Gesetz (UG) soll es ab Juli außerdem zeitlich befristete Ausnahmeregelungen geben. So soll die Anstellung von wissenschaftlichem Personal aus den USA einfacher werden. In gewissen Fällen gibt es dann zum Beispiel keine Pflicht, diese Stellen auszuschreiben. Der englische Fachbegriff für diese Vereinfachung bei der Personalsuche ist "Opportunity Hiring".

Umfangreiche Änderungen soll es auch im Bildungsdokumentations-Gesetz (BilDokG) geben. Dabei geht es vor allem um die Weiterentwicklung des digitalen Datenverbunds der Universitäten und Hochschulen (DVUH). Das betrifft besonders die Regeln über den Datenaustausch.

In diesem Zusammenhang soll auch ein österreichweiter digitaler Ausweis für Studierende geschaffen werden. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner kündigte im Ausschuss an: Dieser digitale Ausweis soll ab Sommersemester 2026 verfügbar sein.

Anträge der Opposition wurden vertagt

Die Abgeordneten befassten sich auch mit einer Reihe von Anträgen der Opposition. Diese wurden mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und NEOS vertagt.

Die FPÖ forderte eine Nationale Strategie und ein Förderprogramm für erneuerbare Kraftstoffe. Außerdem will sie eine Opt-out-Möglichkeit für Studierende von der Mitgliedschaft bei der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH). Das bedeutet: Studierende sollen selbst entscheiden können, ob sie Mitglied sein wollen oder nicht.

Die Grünen setzten sich in ihren Initiativen für diese Themen ein: den Kampf gegen die Radikalisierung auf digitalen Plattformen, die digitale Souveränität der Verwaltung und ein neues Konzept für Mensen. Bei der digitalen Souveränität geht es darum, die Abhängigkeit von internationalen Hightech-Konzernen zu verringern. Die Grünen wollen auch, dass die Regierung ihre Pläne zur Messenger-Überwachung einstellt.

Der Studierendenausweis aus Papier soll bald der Vergangenheit angehören.

Studierende: Finanzielle Sorgen nehmen zu

Der Wissenschafts-Ausschuss befasst sich auch mit zwei Berichten, die Einblicke in die Probleme und Anliegen der Studierenden an Österreichs Universitäten und Hochschulen geben.

Das Wissenschaftsministerium hat eine Auswertung der Studierenden-Sozialerhebung 2023 vorgelegt. Sie zeigt: Seit der COVID-19-Pandemie ist die Zahl der Studierenden mit finanziellen Problemen deutlich angestiegen. Weniger als die Hälfte der Studierenden gab an, ohne finanzielle Sorgen studieren zu können.

Wenn im Studienalltag Fragen und Probleme auftauchen, können Studierende sich an die Ombuds-Stelle für Studierende wenden. Diese versucht zum Beispiel bei Problemen mit Studien-Bedingungen oder der Anerkennung von Prüfungsleistungen zu vermitteln. Der Tätigkeitsbericht für das Studienjahr 2023/24 zeigt einen ständigen Anstieg der Zahl der Anliegen, die an die Ombuds-Stelle herangetragen werden.

Begriffe einfach erklärt

Die Arbeit im Parlament ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt viele Fachbegriffe. Diese Begriffe werden auf der Parlaments-Website einfach verständlich erklärt: 

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