Parlamentskorrespondenz Nr. 228 vom 16.04.1997

POLENS PREMIER CIMOSZEWICZ ZU GAST IM HOHEN HAUS

Wien (PK) - Der Premierminister der Republik Polen, Dr. Wlodzimierz CIMOSZEWICZ, traf zum Abschluss seiner Österreich-Visite im Parlament mit Nationalratspräsident Dr. Heinz FISCHER zu einer Aussprache zusammen. An dem Gespräch nahmen auch der Dritte Präsident des Nationalrates, Dr. Willi BRAUNEDER, und der Vorsitzende des Aussenpolitischen Ausschusses, Peter SCHIEDER, teil.

Im Mittelpunkt der Unterredung standen Aspekte der europäischen Sicherheitsarchitektur und Fragen der EU-Osterweiterung. Von österreichischer Seite wurden dabei die Bemühungen Polens, Mitglied der Europäischen Union zu werden, begrüsst. Cimoszewicz unterstrich die Absicht seiner Regierung, alsbald auch der NATO beizutreten. Fischer informierte seinen Gast, dass die Frage einer NATO-Mitgliedschaft Österreichs noch diskutiert werde, und verwies auf die heutigen Beschlüsse des Plenums.

Weiters wurden im Rahmen des Gesprächs sozial- und wirtschaftspolitische Fragen angeschnitten sowie die Lage in Albanien erläutert, wobei Fischer auf das beabsichtigte Verfassungsgesetz zur möglichen Beteiligung an der internationalen Schutztruppe hinwies. Cimoszewicz wiederum berichtete über die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Polen und seinen östlichen Nachbarn und ging auf die innenpolitische Lage in Polen ein, dabei auch auf den bevorstehenden Besuch des Papstes hinweisend. (Schluss)