Parlamentskorrespondenz Nr. 74 vom 18.02.1999
AUSSTELLUNG ÜBER "SILBERSTADT SCHWAZ" IM HOHEN HAUS ERÖFFNET
Wien (PK) - Vor 100 Jahren wurde die Tiroler Gemeinde Schwaz von Kaiser Franz Josef I. zur Stadt erhoben. Aus Anlass dieses Jubiläums eröffnete heute Bundesratspräsident Gottfried Jaud eine Ausstellung mit dem Titel "Schwaz, die Silberstadt Tirols" im Parlament. Gezeigt werden Bilder und Objekte, die über Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Brauchtum und Erlebniswelt der traditionsreichen Stadt informieren. In einer zweiten Ausstellung wird darüber hinaus Schmuck des Schwazer Goldschmieds und Bildhauers Arno Schneider präsentiert.
Bundesratspräsident Jaud, der zur Ausstellungseröffnung u.a. Unterrichtsministerin Gehrer, VP-Klubobmann Andreas Khol, die beiden Vizepräsidenten des Bundesrates Anna Elisabeth Haselbach und Jürgen Weiss sowie zahlreiche Tiroler Landespolitiker, darunter 30 Bürgermeister und Stadträte des Bezirkes Schwaz, begrüssen konnte, wies auf den ehemaligen Silberreichtum von Schwaz hin und meinte, vielleicht sei die immer wieder gezeigte Bereitschaft der Tiroler, Wien finanziell unter die Arme zu greifen, der Grund, warum man sie in der Bundeshauptstadt stets gern sehe. Der Stadt Schwaz gratulierte er zum hundertjährigen Jubiläum der Stadterhebung und wünschte ihr "weiterhin eine so blühende Entwicklung wie in den letzten Jahrzehnten".
Hans Lintner, Bürgermeister der Gemeinde, führte aus, mit der Ausstellung versuche man zu zeigen, was Schwaz ist, wie Schwaz früher gewesen ist und wie Schwaz künftig sein wird. Schliesslich habe der Ort wechselhafte Jahrhunderte erlebt. Warum Schwaz, vor 500 Jahren als Zentrum des Bergbaus und des Handels immerhin der zweitgrösste Ort im heutigen Österreich nach Wien, erst vor 100 Jahren um Stadterhebung angesucht hat, erklärte er damit, dass die Knappen des Bergwerks und die Bürger keine Stadtmauern errichten wollten.
Musikalisch umrahmt wurde die heutige Ausstellungseröffnung von der Bläsergruppe der Knappenmusikkapelle Schwaz. Die Jubiläumsaustellung, die bereits im Landhaus Innsbruck präsentiert wurde, wird in den kommenden Monaten auch in zahlreichen Tiroler und Südtiroler Gemeinden zu sehen sein. (Schluss)