Parlamentskorrespondenz Nr. 88 vom 09.02.2001
PUTIN UND FISCHER FÜR VERSTÄRKTE PARLAMENTARISCHE BEZIEHUNGEN
Wien (PK) – Bei seinem Treffen mit Nationalratspräsident Heinz Fischer wies der russische Staatspräsident Wladimir Putin auf die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Österreich und Russland hin und sprach sich für eine Intensivierung der bilateralen Kontakte auch auf parlamentarischer Ebene aus. Zur Neutralität meinte Putin, es sei Sache der österreichischen Gesellschaft, diese Frage ohne Druck von außen zu entscheiden. Russland zeige Verständnis für die Teilnahme Österreichs an der europäischen Integration und sehe darin auch keinerlei Grund zur Besorgnis. In der Sicherheitspolitik zeigte sich Putin zuversichtlich, dass sich Österreich nicht von jenen Bestrebungen leiten lasse, die auf einen Nato-Beitritt drängen.
In dem Gespräch mit Fischer verlieh der russische Staatspräsident auch seiner Skepsis gegenüber dem von der US-Regierung geplanten Raketenabwehrsystem aus dem Weltraum Ausdruck. Putin trat dem gegenüber für eine Zusammenarbeit seines Landes mit den USA und Europa bei der Kontrolle der Raketen ein. (Schluss) nnnn