Parlamentskorrespondenz Nr. 145 vom 04.03.2002
PARLAMENT: ZIERLICHTE IM OBEREN VESTIBÜL WIRD ERNEUERT
Wien (PK) - Im Rahmen des diesjährigen Bauprogrammes des Parlaments wird heute, Montag, mit der Sanierung der Glaszierlichte und des Glasdachs über dem Oberen Vestibül begonnen. Auch wenn einem Besucher, der das Parlamentsgebäude über das Haupttor auf der Rampe betritt, hier auf den ersten Blick nichts renovierungsbedürftig erscheinen mag, ist Vorsicht geboten.
Das für den Betrachter verborgene Glasdach über dem Oberen Vestibül, das die Zierlichte vor Wettereinflüssen und Vögeln schützt, ist nämlich baufällig und muss - wie die Zierlichte selbst - dringend saniert werden. Schon im Frühjahr des vergangenen Jahres wurden in einer ersten Sofortmaßnahme die losen Bruchstücke von den Wänden, die das Glasdach tragen, entfernt, nachdem Verputz- und Mauerwerksteile abgebröckelt und von einem Rundweg auf die Zierlichte gekollert waren. Jetzt wird eine Generalsanierung durchgeführt.
Im Rahmen der Arbeiten, die in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen, wird nicht nur das Glasdach vollständig erneuert, sondern auch die Glaszierlichte ausgetauscht. Deren hauchdünne Milchglasscheiben werden durch dickere, begehbare Gläser ersetzt, zudem ist geplant, die Trägersprossen aus Metall zu verstärken und goldfarben zu streichen. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Oberlichtbereich wird schließlich eine neue Beleuchtung samt Sicherheitsbeleuchtung eingebaut.
Um die Sanierung durchführen zu können, ist es notwendig, hinter der Parlamentsrampe einen Kran aufzustellen und das über der Zierlichte liegende Glasdach mit einer Schutzeinhausung zu versehen. Im Oberen Vestibül selbst werden zwei Gerüsttürme aufgestellt, die nicht nur für die Arbeiten benötigt werden, sondern auch die Funktion haben, die Baustelle staubdicht abzusichern. Dadurch ist gewährleistet, dass das Obere Vestibül während der voraussichtlichen Bauzeit vom 4. März bis zum 26. Juli 2002 jeweils nur für kurze Zeitspannen gesperrt werden muss und das Haupttor des Parlaments benützbar bleibt.
Bedingt durch die Aufstellung des Kranes ist allerdings der Durchgang durch die Parlamentsrampe ab 18. März geschlossen. Der Zugang zum Besuchertor unter der Rampe ist ab diesem Zeitpunkt nur noch vom Tor 1 her möglich.
Das Obere Vestibül ist der erste Raum, in den man gelangt, wenn man das Parlament über das Haupttor auf der Rampe betritt. Mit seinen ionischen Säulen, den vergoldeten Zierleisten, den Wänden aus Pavonazzo-Marmor, einem Friesgemälde von Alois Hans Schram und zehn marmornen Statuen aus der griechischen und römischen Götterwelt vermittelt es einen guten, ersten Eindruck vom Gestaltungsreichtum des Parlamentsgebäudes. (Schluss)