Parlamentskorrespondenz Nr. 729 vom 19.10.2004

VERPASSTE CHANCEN DER INDUSTRIE IN DEN JAHREN 1848 BIS 1955

Wien (PK) - Der Präsident des Nationalrates Andreas Khol lud heute Nachmittag zu einer Präsentation von Band 2 der "Österreichischen Industriegeschichte" mit dem Titel "Die verpasste Chance" (Verlag Carl Ueberreuther) in das Parlament und konnte dazu ein prominentes Publikum aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft begrüßen, allen voran die Präsidentin der Oesterreichischen Nationalbank a.D. Maria Schaumayr, den Schweizer Botschafter Johann Bucher, den Präsidenten des Österreichischen Roten Kreuzes Heinrich Treichl, den ehemaligen Generaldirektor der CA/BV Guido Schmidt-Chiari, die ehemaligen Bundesminister Ferdinand Lacina, Erich Schmidt und Matthias Reichhold sowie Staatssekretär Hans Seidl.

In seiner Einleitung drückte Präsident Khol seiner Freude über das opulente, schön illustrierte Werk aus und zeigte sich froh darüber, dass der Titel des schon bald folgenden dritten Bandes mit der "ergriffenen Chance" optimistischer ausfallen werde. Zu wenig Kapital, zu wenig staatliche Unterstützung vor dem Ersten Weltkrieg, zu wenig politische Stabilität danach seien die Ursachen für das Zurückfallen der österreichischen Industrie in der Zeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gewesen. Danach aber habe Österreich die Chancen der industriellen Entwicklung auf der Basis politischer Stabilität und Sozialpartnerschaft ergreifen können, sagte der Nationalratspräsident. Österreich sei noch immer ein Industriestaat, fuhr Khol fort, dessen Industrie zuletzt wesentlichen Anteil am 11-prozentigen Exportwachstum hatte, und betonte, dass es immer noch die Industrie sei, die mit einem Anteil von 35 % am BIP den Wohlstand Österreichs sichere.          

Der Initiator des Projekts "Österreichische Industriegeschichte", der Vorstandsvorsitzende der Linz Textil Holding AG Dionys Lehner, dankte dem Nationalratspräsidenten für die Gelegenheit, dieses Buch im Parlament präsentieren zu können, dankte den Autoren, der Lektorin und dem Verlag Carl Ueberreuther für die angenehme Zusammenarbeit bei diesem schwierigen Buchprojekt und Christian Ludwig Attersee für seine "wunderbaren Beiträge" zur Illustration. Er freue sich, wenn Historiker dieses Buch lesen, sagte der erfolgreiche Manager Dionys Lehner, in erster Linie richte sich das Buch aber an Entscheidungsträger, denen es mit Erkenntnissen aus der Vergangenheit bei der Bewältigung der Gegenwart helfen solle.   

Diesem Gedanken Dionys Lehners, des "Mentors" des Projekts, schloss sich der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, an. Der Blick in die industrielle Vergangenheit Österreichs soll Kraft geben für die Entwicklung von Perspektiven für die Zukunft des Landes. Präsident Leitl wies an Hand des Buches darauf hin, dass es das Autarkie-Konzept und die mangelnde Weltoffenheit der Monarchie gewesen seien, die ihre wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigt und sie gehinderte habe, alle ihre industriellen Chancen zu ergreifen. Die Zukunft des modernen Österreichs liege im grenzüberschreitenden Wettbewerb, im Annehmen der wirtschaftlichen Herausforderungen Asiens und der USA und im globalen Zusammenwirken der Menschen. Leitl sprach von einer Sozialpartnerschaft, die sich zu einer Standortpartnerschaft wandle und nannte Kreativität und Innovationskraft als die entscheidenden Faktoren in der Wissens- und Know-how-Gesellschaft der Zukunft. Er würde sich darüber freuen wenn ein vierter Band der Österreichischen Industriegeschichte "Die bewältigte Zukunft" heißen könnte, sagte Präsident Leitl.

Einen poetischen Zusammenhang zwischen Industrie und Kunst stellte Christian Ludwig Attersee her, indem er Texte aus der europäischen Literaturgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts vortrug, die das Thema "Industrie" behandeln.

Schließlich stellte der Wirtschaftshistoriker Roman Sandgruber das Projekt einer umfassenden "Österreichischen Industriegeschichte" als ein Projekt wissenschaftlicher Diskussion und Forschung zwischen Wissenschaftlern, Journalisten und Politikern dar.

DIE GESCHICHTE DER ÖSTERREICHISCHEN INDUSTRIE   

Die Darstellung reicht von den ersten Manufakturen am Ende des 17. Jhdts. bis zu den hoch technisierten Produktionsstätten am Beginn des dritten Jahrtausend. Sie schildert die Industriegeschichte als Geschichte der Chancen, wie diese entstanden, wie sie zeitweise verpasst und schließlich erfolgreich ergriffen wurden. Der im Oktober 2003 im Verlag Carl Ueberreuther erschienene Band I "Die vorhandene Chance: 1700 bis 1848" beleuchtet die Ursprünge der Vor- oder "Protoindustrie" des Merkantilismus, die frühe Phase der Industrialisierung im 18. und die industrielle Revolution in der ersten Hälfte des 19. Jhdts. 

Am Anfang initiierte der Staat die maschinelle Produktion in Fabriken und bemühte sich gegen den Widerstand der Handwerkerzünfte um die Ausbildung von Facharbeitern. Zum Symbol dieser Epoche wurde die Linzer Wollzeugfabrik, wobei überrascht, dass im 17. und 18. Jhdt. vom damals hochentwickelten Bergbau sowie vom Metallgewerbe keine Impulse für die Industrialisierung ausgingen. Dennoch schreiben die Industriehistoriker von einer früh und erfolgreich gestarteten Industrialisierung und weisen auf den Bauboom nach den Türkenkriegen und auf das damals hohe Pro-Kopf-Einkommen in Österreich hin. Der industrielle Rückstand Österreichs zur Mitte des 19. Jhdts. hatte ihrer Meinung nach folgende Ursachen: Energieengpässe wegen schlechter Kohle und Transportprobleme, hoher Salz(monopol)preis, der die chemische Industrie behinderte, Misserfolge überseeischer Handelsgesellschaften, Importprivilegien ausländischer Gläubiger des Herrscherhauses, Mangel an Handels- und damit an industriellem Gründerkapital, hohe Militärausgaben, Inflation infolge der Napoleonischen Kriege sowie lange Krise und Stagnation nach der Währungsstabilisierung von 1811. - Impulse für Industriegründungen gingen schließlich vom Eisenbahnbau aus, der in Österreich wiederum früh einsetzte und zur Mitte des 19. Jhdt. die Entwicklung der Maschinenindustrie und der chemischen Industrie in Wien nach sich zog.

INDUSTRIALISIERUNG VOR DEM HINTERGRUND EXTREMER SYSTEMBRÜCHE

Wie es weiterging lesen wir im heute vorgelegten Band II "Die verpasste Chance: 1848 bis 1955". Nun entfaltete die Industrie ihre Dynamik, vervielfachte die Produktion und ließ die Kaufkraft explodieren. Dass zwischen Revolution und Staatsvertrag nicht alle industriellen Chancen genutzt wurden, lag auch an den häufigen politischen Krisen, die den industriellen Aufbau beeinträchtigten und der Industrie immer wieder atypische Anpassungen abverlangten. Zur Erinnerung: Österreich erlebte von 1848 bis 1945 fünf Währungsreformen (1858, 1892/1900, 1924 und 1945/47) und drei politische Strukturbrüche (1918, 1938 und 1945). Wachstumsperioden fielen in Österreich meist kurz aus, Stagnationen dauerten dagegen oft länger: Der "Gründerzeit" von 1848 bis 1873 folgte nach dem Wiener Börsenkrach die Große Depression bis 1896, die Zweite Gründerzeit endete schon 1913, ehe nach Weltkrieg I, Hyperinflation, Weltwirtschaftskrise, Weltkrieg II und Wiederaufbau erst im Jahr 1950 wieder ein "Wirtschaftswunder" einsetzen konnte.

DIE BANKEN UND DIE ÖSTERREICHISCHE INDUSTRIE

Die wechselvolle Geschichte des Kampfes um die Durchsetzung moderner Produktionsmethoden in Österreich ist eine spannende Lektüre: Beim Thema "Kapitalmangel" liest man von den neuen Mobil- und anderen Großbanken, die seit 1850 für die Industrie in die Bresche sprangen, Eisenbahnen und Fabriken finanzierten und ab den neunziger Jahren die Bildung von Industriekonzernen organisierten. Man erfährt von der schweren Krise des Finanzkapitals im Börsenkrach von 1873, der vorerst die Dynamik der "Gründerzeit" und die Ära des Liberalismus beendete. Der Zusammenbruch der Monarchie nahm den traditionell eng mit der Industrie verbundenen Wiener Großbanken ihren mitteleuropäischen Aktionsradius. Schwer getroffen von der Weltwirtschaftskrise wurden sie nach dem Anschluss in deutsche Konzerne eingegliedert und konsolidierten sich erst Mitte der fünfziger Jahre wieder.

INNOVATIONEN UND INNOVATOREN

Industrialisierung heißt permanente Innovation. In den Jahre von 1848 bis 1955 waren es die Neuerungen in der Eisen- und Stahlindustrie, der Montanwissenschaft, der Kraftwerkstechnik, Wechselstromtechnologie, in der Elektrotechnik, in der Haushaltselektrik sowie in Nachrichten-, Rundfunk- und Fernsehtechnik, von denen starke Impulse für die Entwicklung der Industrie ausgingen. Berühmt wurde das 1952/53 erstmals in Österreich verwendete LD-Stahlproduktionsverfahren, das es durch extrem hohe Hitze im Tiegel erlaubte, bis zu 30 % Schrott einzusetzen.

Das Buch beleuchtet liebevoll die vielen oft verkannten und armen Genies unter den Wissenschaftlern, Technikern und Unternehmern. Man begegnet Franz Wertheim und seinen berühmten einbruchs- und feuerfesten Geldschränken, Josef Manners Schokoladeschnitten, dem Wechselstrompionier Nicola Tesla, Viktor Kaplans bahnbrechenden Ingenieursleistungen beim Turbinenbau, man liest auch von Naturwissenschaftlern wie Robert Lieben und Literaten wie Hermann Broch, Stefan Zweig, Felix Salten, Heimito von Doderer und Hugo von Hofmannsthal oder den Kultur- und Sozialwissenschaftlern wie Theodor Gomperz, Ludwig Wittgenstein oder Marie Jahoda, die allesamt aus industriellen Unternehmerfamilien stammten.

Nachdenklich stimmt die Autoren der geringe öffentliche Stellenwert, der industriellen Erfindern in Österreich traditionell eingeräumt wird. Nur selten wurden industriellen Innovatoren Denkmäler gesetzt, der Gründer der Steyr Werke Josef Werndl bildet eines der wenigen Ausnahmen. Den Namen Hörbiger haben die beiden Schauspieler Paul und Attila Hörbiger bekannt gemacht. Den Vater der beiden Brüder kennt kaum jemand: Hanns Hörbiger, ein Schmied und Mechaniker aus Atzgersdorf bei Wien, der sich in der Monarchie zum Konstrukteur in der Eisenindustrie emporgearbeitet und 1906 für das königliche ungarische Eisenwerk Vajdahunyad selbsttätige, reibungsfrei arbeitende Stahlklappenventile konstruierte. Diese ersetzten die bis dahin verwendeten Lederklappen - mit dieser Erfindung öffnete Hörbiger das Tor zur modernen Großchemie und Verfahrenstechnologie.

Nahezu unbekannt blieb auch Johann Eibl, dem Gründer des Pharmaunternehmens Immuno und Entwickler der Diphterie-Tetanus-Impfung, der Zeckenschutzimpfung, des ersten kommerziell produzierten Kinderlähmungsimpfstoff sowie von Blutplasmapräparaten. Hermann Hollerith entwickelte Ende des 19. Jhdts. Lochkartensysteme, Otto Schäflers Name steht für Erfindungen in der Nachrichten- und Datenverarbeitungstechnik, Samuel Jakob Herzstark erfand 1906 die Staffelwalzenrechenmaschine "Austria", sein im KZ Buchenwald internierter Sohn Curt Herzstark entwickelte einen mechanischen Taschenrechner bis zur Serienreife.

Grundlagen für die Telephon-, Radio-, Fernseh- und Computertechnik lieferte Robert von Lieben 1905/07 mit seiner Verstärkerröhre und 1910 mit der Glühkathodenröhre mit Gittersteuerung (Triode). 1950 baute Heinz Zemanek an der TU Wien eine der ersten volltransistorisierten Rechenanlagen Europas.

Carl Auer von Welsbach revolutionierte den Glühstrumpf und beendete im Jahr 1900 mit einer verbesserten Glühbirne (Glühdraht aus Osmium) die Zeit des Gaslichts. 1903 erhöhte er mit einem Wolfram-Einfachwendelfaden (Osram) die Leuchtleistung gegenüber Edisons Glühbirne von 1,5 auf 10 Lumen.

Der hohe Standard der Naturwissenschaften und der Industrietechnik, den die Monarchie in ihren letzten Jahrzehnten erreichte, war nicht zuletzt auch Zuwanderern zu verdanken, vor allem auch Juden. Schon 1918 begann der geistige Aderlass, zunächst durch Auswanderung, später - im NS-Regime - durch Vertreibung und Vernichtung. Die Industriehistoriker weisen auf die lange Liste mit den Namen vertriebener und ausgewanderter Mathematiker, Naturwissenschafter, Ärzte, Techniker und Architekten hin und machen darauf aufmerksam, dass die Österreichische Schule der Nationalökonomie ihren Weltruf in den USA erlangte. Auch das Versäumnis, die Exilierten nach 1945 aus den USA, London oder Paris zurückzuholen zählt zu den verpassten Chancen.

POLITIK UND INDUSTRIE 

Band II der "Österreichischen Industriegeschichte" zeigt den Zusammenhang zwischen dem Prozess der Industrialisierung und der politisch-historischen Entwicklung deutlich auf: Die Revolution von 1848 hatte das Feudalsystem in Österreich beendet, Ortsgemeinden mit demokratischen Vertretungen und eine moderne Verwaltungs- und Gerichtsstruktur und Handelskammern entstehen lassen. Der industriellen Fortschritt im Zeichen von Eisenbahnen und Dampfschiffen wurde zunächst aber durch Großmachtpolitik und den Finanzbedarf einer aufgeblähten Armee behindert. Erst nachdem der Zentralstaat in den sechziger Jahren scheiterte, die in den fünfziger Jahren angesammelten Haushaltsdefizite in der nunmehr erstmals auf parlamentarischer Basis betriebenen Budgetpolitik Ignaz Pleners abgearbeitet waren, startete 1867 jener kurze, aber glanzvolle ökonomische und kulturelle Aufholprozess der "Gründerzeit", in der Wien als Metropole mit Paris gleichzog. Schon 1873 folgte aber der Stimmungsumschwung. Der Börsenkrach beendete den politischen Liberalismus, kühne industrielle Projekte passten nicht zu Rentnermentalität und kleingewerblichem Denken, das nun mit Nachwirkungen bis in die Gegenwart Einzug hielt.

Wohl zogen nach und nach die modernen Massenparteien in das Hohe Haus am Ring ein, es entstanden Gewerkschaften und Unternehmerverbände - eine grundlegende Demokratisierung als notwendige Basis einer erfolgreichen Industrialisierung erreichte die Monarchie aber nicht. Darüber können auch der Glanz der Ringstraße und die kulturelle Modernität des "Fin de Siecle" in Literatur, bildender Kunst und Musik nicht hinwegtäuschen.

Die Zerschlagung der Habsburgermonarchie, die Zertrennung ihres Wirtschaftsraumes nach dem ersten Weltkrieg, neue Zollgrenzen, teure Strukturanpassungen, Kriegsschulden, Hyperinflation, Agrarprobleme, fehlende Rohstoffe und wirtschaftspolitische Fehler ließen in Österreich statt der "Goldenen Zwanzigerjahre" Bankenzusammenbrüche auf der Tagesordnung stehen.

Gelegentlich angestellte "konjunkturpolitische" Erfolgsvergleiche zwischen dem "Dritten Reich" und der Wirtschaftspolitik des Ständestaates lehnen die Autoren als "unstatthaft" ab. Die deutsche Beschäftigungspolitik sei auf Zwang, Gewalt und extremer Verschuldung aufgebaut, das "Reich" eigentlich schon 1938 finanziell und wirtschaftlich am Ende gewesen. Die österreichische Wirtschaft habe seit 1933 unter Terror, deutschen Boykotten gegen ihren Tourismus, ihre Exporte und unter dem von Deutschland unterstützten Tabakschmuggel gelitten. Zweifel melden die Autoren auch an angeblich positiven Auswirkungen der kriegswirtschaftlichen Industriegründungen des Dritten Reiches auf Nachkriegsösterreich an. Tatsächlich habe es sich neben Kasernenbauten um teure, auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähige Industrien gehandelt, die auf Kosten kleiner und mittlerer Unternehmen errichtet wurden. 

Nach Kriegsende war der Wirtschaftsinfarkt zwar ähnlich stark wie 1918, aber es gab inneres Vertrauen in das Land. Mit Marshalplan-Hilfe, einem hohen Staatsanteil und starker öffentlicher Planung kamen Wirtschaft und Industrie wieder in Fahrt. Nach dem letzten großen Streik im Oktober 1950 konnte das Wirtschaftswunder der 2. Republik beginnen, durch den Staatsvertrag von 1955 erhielt der Aufschwung der Industrie dann zusätzliche Schubkraft. Österreich gelang es trotz Kapitalmangels und fehlender multinationaler Konzerne ein breites Unternehmertum zu entwickeln und eine innovative Produktionsentwicklung zu erreichen.

Jene solidarische und konsensorientierte Gesinnung der gesellschaftlich-politischen Lager, die aus der bitteren Erfahrung des Nationalsozialismus erwuchs, die Marshallplanhilfe und die günstigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der zweiten Hälfte des 20. Jhdts. zählen zu den historischen Voraussetzungen, unter denen Österreich nach 1955 einen einzigartigen wirtschaftlichen Aufstieg vollzog und einer der reichsten Staaten der Welt wurde: Das reale BIP wird 2005 fast fünfmal höher sein als 1955. Im Zentrum dieser Erfolgsstory stehen die großen und die kleinen Betriebe der Industrie, die ihre Produktion von 1955 bis 2003 fast versechsfachten und gegenüber 1937 mehr als verzehnfachten. - Aber das ist das Thema des im Entstehen begriffenen dritten Bandes der "Österreichischen Industriegeschichte", dessen Titel heißen wird: "Die ergriffene Chance: 1955 bis 2005".

DAS DREIBÄNDIGE WERK 

Band I der "Österreichischen Industriegeschichte" mit dem Titel "Die vorhandene Chance: 1700 bis 1848" stammt aus der Feder von Günther Chaloupek, Dionys Lehner, Herbert Matis und Roman Sandgruber. Das Buch hat 344 Seiten und ist - wie alle drei Bände - farbig illustriert und erscheint im Wiener Verlag Carl Ueberreuther .

Für den Text des heute vorgestellten Bandes II "Die verpasste Chance: 1848 bis 1955" zeichnen Johannes Jetschgo, Ferdinand Lacina, Michael Pammer und Roman Sandgruber verantwortlich.

An Band III "Die ergriffene Chance: 1955 bis 2005" arbeiten Ferdinand Lacina, Dionys Lehner, Peter Mitterbauer, Andreas Resch und Gertrude Tumpel-Gugerell, er soll im Herbst 2005 erscheinen. (Schluss)