Parlamentskorrespondenz Nr. 49 vom 30.01.2009

Wir gratulieren

Wien (PK) – Im Februar feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Dr. Hans Peter HASELSTEINER (L) – 65. Geburtstag am 1. Februar,

die ehemalige Abgeordnete Mag. Doris KAMMERLANDER (G) – 60. Geburtstag am 8. Februar,

die ehemalige Abgeordnete Lona MUROWATZ (S) – 90. Geburtstag am 8. Februar,

die Bundesministerin und Staatssekretärin a.D. sowie ehemalige Abgeordnete Johanna DOHNAL (S) – 70. Geburtstag am 14. Februar,

der ehemalige Bundesrat Alfred AICHINGER (S) – 75. Geburtstag am 17. Februar,

die ehemalige Bundesrätin Karin ACHATZ (S) – 65. Geburtstag am 23. Februar,

die Abgeordnete Mag. Heidemarie UNTERREINER (F) – 65. Geburtstag am 24. Februar.

Johanna Dohnal 70

Die ehemalige Frauenministerin Johanna DOHNAL feiert im Februar ihren 70. Geburtstag. Geboren am 14. Februar 1939 in Wien, erlernte sie nach Absolvierung der Pflichtschulen den Beruf einer Industriekauffrau und war sodann als kaufmännische Angestellte beschäftigt. 1969 wurde sie, schon früh der SPÖ beigetreten, Bezirksrätin in Wien-Penzing, um 1973 in den Wiener Landtag zu übersiedeln. 1972 wurde sie überdies Landesfrauensekretärin der SPÖ Wien.

Im November 1979 setzte Bundeskanzler Kreisky ein Zeichen in Richtung Geschlechterparität und berief die engagierte Frauenrechtlerin Dohnal als Staatssekretärin in sein Kabinett. Dort setzte sie jene Politik, die sie frühzeitig mit dem Kampf für die Selbstbestimmung der Frau begonnen hatte, konsequent um. Dohnal achtete in der Folge auch darauf, dass der soziale Aspekt der Frauenfrage nicht vernachlässigt wurde. Schließlich war es ihr um eine entsprechende Repräsentanz der Frauen im öffentlichen Leben zu tun, weshalb sie bald in ihrer eigenen Partei, später im übergeordneten Rahmen für eine so genannte Quotenregelung zur Erreichung der Gleichstellung der Frau eintrat. Viele der Reformvorhaben Dohnals sind aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken.

Dohnals gestiegene Bedeutung schlug sich 1990 in ihrer Ernennung zur Frauenministerin nieder, ein Amt, welches sie bis zum April 1995 ausübte. Im Herbst des gleichen Jahres legte Dohnal auch ihre Funktionen in der SPÖ – sie war unter anderem stellvertretende Parteivorsitzende und Frauenvorsitzende – nieder, blieb aber weiterhin eine aktive und engagierte Vorreiterin für die Anliegen der Frauen. (Schluss)

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