Parlamentskorrespondenz Nr. 906 vom 07.10.2011

Kinder sind die Zukunft

Wien (PK) - "Kinder sind die Zukunft" lautete der Titel einer Veranstaltung, zu der heute Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und das Österreichische Jugendrotkreuz in das Hohe Haus eingeladen haben. Die Parlamentspräsidentin gab in ihren Begrüßungsworten ihrer Freude über den mit Kindern und Jugendlichen gefüllten Sitzungssaal des Nationalrats Ausdruck und würdigte die Aktivitäten der Kinder sowie das Engagement des Österreichischen Jugendrotkreuzes. Weil Kinder Zukunft sind, lade das Parlament oft SchülerInnen zu Veranstaltungen in das Hohe Haus ein, sagte Prammer und machte dabei auch auf die Workshops der "Demokratiewerkstatt" aufmerksam, in denen sich bereits 40.000 SchülerInnen mit Politik und Demokratie vertraut machen konnten. "Ihr sollt euch auf die Aufgaben und Verantwortungen vorbereiten können, die ihr später einmal in unserem Land übernehmen werdet", sagte Barbara Prammer den Kindern und Jugendlichen und sprach sich einmal mehr dafür aus, die Rechte der Kinder in der Rechtsordnung weiterzuentwickeln.

Wie das Jugendrotkreuz demokratische, humanitäre und soziale Werte vermittelt sowie die Selbst- und Sozialkompetenz junger Menschen fördert, stellten der stellvertretende Bundesvorsitzende des Österreichischen Jugendrotkreuzes (ÖJKR), Karl Havlicek, der Vizepräsident des Wiener Roten Kreuzes, Ernst Theimer und der Wiener Landesleiter des ÖJKR, Gerhard Tuschel in ihren Ausführungen dar.

Für Karl Havlicek ist das ÖRJK eine Stimme für die Kinder und gibt ihnen die Möglichkeit, zunächst zu lernen, wie man sich selbst hilft. "Denn nur wer nicht hilflos ist, kann auch anderen helfen.

Ernst Theimer plädierte dafür, den Gedanken der Solidarität zu vertiefen, Kinder vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung zu schützen und Opfern bei einem Neustart zu helfen. Das ÖJRK hilft den Kindern zusammenzustehen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Jeder Mensch hat einen Traum, mein Traum wird gelingen

 

"Jeder Mensch hat einen Traum, ich glaube fest daran, dass mein Traum gelingt", hieß es in dem Lied, das SchülerInnen der Jean Pictet-Volksschule im Nationalratssaal unter großem Beifall aller Anwesenden sangen. Danach präsentierten SchülerInnen der Wiener VS Brünnerstraße einen mehrsprachigen Sketch mit Musik, in dem eine gute Elfe Kindern dabei hilft, sich vom bösen Einfluss einer gewalttätigen Hexe zu befreien. Dank der zauberhaften Kräfte des Wünschens gewinnen die Kinder ihren Glauben an Freundschaft und Friede zurück und ziehen gemeinsam in die Welt, um dort etwas zum Guten zu bewegen.

Die Notwendigkeit, die Kinderrechte zu stärken, unterstrich Gerhard Tuschel, indem er vom schlechten Beispiel eines Vaters berichtete, der kürzlich sein "Recht" gegenüber seinem 15-jährigen Sohn durchsetzte und ihm verbot, in einem Wiener Polytechnikum den Schwerpunkt "Kochen" zu wählen.

Über dieses und andere Themen ihres Alltags sowie über ihre Wünsche, Träume und Ideen diskutierten die Kinder und Jugendlichen abschließend mit den Nationalratsabgeordneten Angela Lueger (S), Silvia Fuhrmann (V) und Albert Steinhauser (G).

Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie auf der Homepage des Parlaments im Fotoalbum. (Schluss)