Parlamentskorrespondenz Nr. 174 vom 29.02.2024

Neu im Gleichbehandlungsausschuss

Wien (PK) – Um die Frauengesundheit in Österreich zu verbessern, fordert SPÖ-Mandatarin Eva-Maria Holzleitner die Bundesregierung mit einem Entschließungsantrag zur Vorlage eines "Nationalen Aktionsplans Frauengesundheit" auf (3911/A(E)). Argumentiert wird auf Basis des Frauengesundheitsberichts. Dieser zeige, dass die männerzentrierte Gesundheitspolitik und die geringeren finanziellen Möglichkeiten von Frauen eine direkte Auswirkung auf die Gesundheit von Frauen aller Altersgruppen habe, heißt es. So seien laut SPÖ für die künftige Analyse eine zielgruppengenaue Datengenerierung nötig. Außerdem brauche es  neue Schwerpunktsetzungen in Bezug auf frauen- und genderspezifische Gesundheitsförderung bzw. Prävention und Gesundheitsversorgung je nach Lebensphase und -lage. Wesentliche Nachteile für die Frauengesundheit, die es laut Antragstellerin zu berücksichtigen gilt, seien etwa der Gender-Pay-Gap, Mehrfachbelastungen wie nicht bezahlte Care-Arbeit und bio-psycho-soziale Besonderheiten wie die reproduktive Phase oder Postmenopause sowie Altersarmut. Arme Frauen sollten gut verträgliche Verhütungsmittel über die Krankenkasse zur Verfügung gestellt bekommen. Außerdem sollten Schwangerschaftsabbrüche bei Bedarf flächendeckend und kostenfrei ermöglicht werden, so weitere Elemente der Initiative. Ein gleichlautender Antrag (3912/A(E)) wurde dem Gesundheitsausschuss zugewiesen. (Schluss) fan