Parlamentskorrespondenz Nr. 1019 vom 13.11.2025
Intensivierung von Dopingkontrollen im Olympiajahr 2024
Wien (PK) – Die "Nationale Anti-Doping Agentur Austria" (NADA Austria) hat ihr Dopingkontrollprogramm in dem von den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen geprägten Jahr 2024 erweitert und intensiviert. Das geht aus dem NADA Austria Jahresbericht 2024 hervor (III-231 d.B.), der dem Sportausschuss des Nationalrats vorliegt. Es wurden 2.420 Proben gezogen, was im Vergleich zum Vorjahr 2023 einen Anstieg um 3,2 % bedeutet.
Vermehrte Ziel-Testungen und Risikoanalysen
Von den 2.420 im Rahmen des nationalen Programms gezogenen Dopingproben 2024 entfielen 1.782 auf sogenannte "Out-of-competition"-Kontrollen, die außerhalb von Wettkämpfen stattfanden. Es handelt sich um 1.329 Urinproben und 453 Blutproben. Innerhalb von Wettkämpfen ("In-competition") wurden 638 Proben genommen, davon 477 Urin- und 48 Blutproben. Die restlichen Dopingproben wurden bei Pferden entnommen. Der Pferdesport zählt hinter Skisport, Radsport, Fußball und Leichtathletik zu den Sportarten mit den meisten Testungen in Österreich.
Neben routinemäßigen Kontrollen wurden im Jahr 2024 verstärkt Ziel-Testungen durchgeführt. Im Sinne der Fairness und Chancengleichheit wurden Athletinnen und Athleten sowohl in der langfristigen als auch in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung getestet. Vor den Olympischen Spielen wurden detaillierte Risikoanalysen durchgeführt. Ein weiterer Fokus lag auf der Professionalisierung der Kontrollstrategien sowie der Optimierung interner Prozesse, heißt es im Bericht. Eine höhere Effizienz konnte durch verstärkte nationale und internationale Kooperation erreicht werden.
Ähnlich viele "bestellte Proben" wie im Vorjahr
Die NADA Austria führt auch Dopingproben durch, die von Sportorganisationen oder Sportveranstaltern in Auftrag gegeben und finanziert werden. 2024 kam es zu 481 derartigen "bestellten Proben" aus den Bereichen Skisport, Radsport, Eishockey, Leichtathletik und Triathlon. Das bedeutet im Vorjahresvergleich einen marginalen Anstieg um 0,6 %.
Die NADA Austria setzt vielfältige Dopingpräventionsmaßnahmen wie Schulungsprogramme und E-Learning-Kurse um. Es gibt eine Wissensplattform sowie eine Medikamenten-App, die Sportlerinnen und Sportler über verbotene Präparate und Substanzen informiert. Im Berichtsjahr wurden sieben Verfahren zu Anti-Doping-Verstößen abgeschlossen. (Schluss) fan