Parlamentskorrespondenz Nr. 1228 vom 22.12.2025
Neu im Gesundheitsausschuss
Wien (PK) – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen habe sich in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert, gibt Abgeordneter Alois Kainz (FPÖ) in einem Entschließungsantrag seiner Fraktion zu bedenken (664/A(E)). Auch der Rechnungshof habe in einem aktuellen Bericht klar aufgezeigt, dass es zu einer massiven Zunahme schwerer psychischer Erkrankungen, wie etwa Angststörungen, Depressionen und Essstörungen, gekommen sei. Gleichzeitig würden aber erhebliche strukturelle Versorgungsdefizite, insbesondere im stationären Bereich, bei ambulanten Einrichtungen sowie bei multiprofessionellen Angeboten bestehen.
Die Bundesregierung habe es trotz eindeutiger Warnungen nicht geschafft, die Versorgung rechtzeitig auszubauen, kritisieren die Freiheitlichen. Es sei unverantwortlich, dass Kinder und Jugendliche jahrelang wegen bürokratischen Strukturen und politischen Zuständigkeitsdebatten auf eine Lösung warten müssten. Während Familien verzweifelt Therapieplätze suchen würden, verweise das Ministerium lediglich auf Zielsteuerungsverträge, die 2028 auslaufen. Die Regierung wird daher von der FPÖ aufgefordert, umgehend die Versorgung mit klinisch-psychologischen Behandlungen sicherzustellen sowie einen bundesweiten Plan zum Ausbau der Kapazitäten vorzulegen. Außerdem sollten sogenannte Home-Treatment-Modelle, bei denen es sich um aufsuchende Betreuungsformen im häuslichen Umfeld handelt, österreichweit eingeführt werden. (Schluss) sue