Parlamentskorrespondenz Nr. 42 vom 22.01.2026
Neu im Gesundheitsausschuss
Wien (PK) – Während in Österreich ausreichend tierische Produkte für die Bevölkerung erzeugt würden, sei der Eigenversorgungsgrad bei pflanzlichen Produkten teilweise bedenklich gering, zeigt Olga Voglauer von den Grünen in einem Entschließungsantrag auf (634/A(E)). So würden derzeit etwa nur 33 % des benötigten Obstes und 55 % des Gemüses im Inland erzeugt. Im Sinne der Ernährungssouveränität und der Krisenresilienz brauche es nach Ansicht der Grünen eine Vielzahl an Maßnahmen, die geeignet seien, um Produktion, Verarbeitung und Konsum von pflanzlichen Lebensmitteln in Österreich zu stärken.
Sie schlagen daher einen gesamthaften Aktionsplan vor, der unter anderem folgende Maßnahmen enthalten sollte: die Forcierung der pflanzlichen Produktion im Landwirtschaftssektor wie zum Beispiel durch Erweiterungs- und Umstellungsförderungen, die Unterstützung von Investitionen, die Ausarbeitung von Vorgaben für die öffentliche Beschaffung sowie den Ausbau des Angebots an pflanzlichen, gesunden und nachhaltigen Menüs in der Gemeinschaftsverpflegung.
Weiters sollten die Werbung und Rabattierung von ungesunden Lebensmitteln reguliert, monetäre Lenkungsinstrumente geprüft und umgesetzt sowie die Verarbeitung von pflanzlichen Rohstoffen durch Forschung, Investitionsförderungen und Kooperationen unterstützt werden. Auf europäischer Ebene wäre es wichtig, dass auch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 einen Fokus auf die pflanzliche Produktion legt. Den Grünen ist es zudem ein Anliegen, den Aktionsplan noch im Entwurfsstadium im Gesundheitsausschuss des Nationalrats unter Einbindung von Expertinnen und Experten zu debattieren. (Schluss) sue