Parlamentskorrespondenz Nr. 63 vom 28.01.2026

Neu im Familienausschuss

Wien (PK) – Die Abgeordneten der Grünen Süleyman Zorba und Barbara Neßler fordern mehr Schutz für Kinder-Influencerinnen und –Influencer (633/A(E)). Generell soll d er Influencer-Marketing-Markt laut Schätzungen in den kommenden Jahren weiterhin massiv wachsen und bis 2027 ein Volumen von über 31 Milliarden US-Dollar erreichen. Kinder spielten dabei eine besonders große Rolle. Vielen Eltern sei jedoch gar nicht bewusst, wie sehr sie damit in die Privatsphäre ihrer Kinder eingreifen würden und wie nachhaltig der digitale Fußabdruck sei, den sie ihren Kindern teils vom Babyalter an verpassen.

Aus Sicht der Grünen müsse daher ein Schutzmechanismus gegen die Ausbeutung von Kindern im Influencermarketing eingeführt werden. Offen sei etwa die Frage, welche rechtlichen Verpflichtungen für beauftragende Unternehmen bestehen würden und ob zusätzliche Rahmenbedingungen zum Schutz von Kindern geschaffen werden müssten. Auch die Regelung eines gerechten finanziellen Anteils von Kindern an den Einnahmen der Eltern müsse geklärt werden, geben die Abgeordneten zu bedenken. In Frankreich wurde bereits 2020 ein entsprechendes Gesetz beschlossen, das unter anderem das "Recht auf Vergessenwerden", die Einrichtung von Treuhandkonten für Einnahmen der Kinder sowie diverse Jugendschutzbestimmungen umfasst. Die Bundesregierung, insbesondere die Familienministerin sowie der Wirtschaftsminister, werden von den Grünen daher aufgefordert, dem Nationalrat ein Maßnahmenpaket zum Schutz von Kinder-Influencerinnen und –Influencern im Netz vorzulegen. (Schluss) sue