Parlamentskorrespondenz Nr. 71 vom 02.02.2026

Finanzbildung in Österreich: Breite und wachsende Bildungslandschaft

Wien (PK) – Das Angebot im Bereich der Finanzbildung nimmt laut dem aktuellen Fortschrittsbericht zur Nationalen Finanzbildungsstrategie weiter zu und ist qualitativ hochwertig, hält das Finanzministerium fest. Der Fokus liege weiterhin auf jungen Menschen. Am Stichtag 30.10.2025 liefen 207 Finanzbildungsmaßnahmen, informiert das Finanzministerium in seinem Bericht (III-270 d.B. ).

Finanzielles Bewusstsein soll gesteigert werden

Ziel der Finanzbildungsstrategie sei, das Bewusstsein, die Finanzkompetenz und das Verständnis aller Bürgerinnen und Bürger in Österreich zu stärken, um deren finanzielles Wohlergehen zu verbessern. Dazu sollen Grundlagen zur Vermeidung von Überschuldung frühzeitig erarbeitet werden. Eine verantwortungsvolle Finanzplanung soll gefördert werden. Zudem wird auf die Sensibilisierung und Sicherstellung des Zugangs zu hochwertiger Finanzbildung hingearbeitet.

55 % der Maßnahmen richten sich direkt oder indirekt über Lehrkräfte oder Eltern an junge Menschen. Aber auch das Angebot für Erwachsene sei deutlich erweitert worden. 70,4 % der Maßnahmen sollen das Bewusstsein, Wissen und Verständnis fördern. Knapp 25 % der Maßnahmen zielen auf Fertigkeiten und Verhalten ab. Die Anbieter würden sich überwiegend zufrieden zeigen mit der Durchführung ihrer Maßnahmen. Das Erreichen der Zielgruppen gelinge meist gut, so das Finanzministerium. Synergien könnten durch Kooperationen zwischen den Anbietern geschaffen werden.

57 Maßnahmen seien als Face-to-Face-Angebote durchgeführt worden. Das zentrale Webportal (finanznavi.gv.at) sei technisch optimiert worden, unter anderem durch verbesserte Suchfunktionen, einen E-Reader und barrierefreie Inhalte. Finanzbildung sei als fächerübergreifendes Thema gestärkt worden, etwa durch Pilotprojekte und Lehrerfortbildungen. Zudem führte das Finanzministerium einen "Financial Future Day" mit über 120 Schülerinnen und Schülern durch.

Monitoring zeigt wachsende und qualitativ hochwertige Finanzbildungslandschaft

Der Monitoringbericht zeigt eine wachsende und qualitativ hochwertige Finanzbildungslandschaft. Rund 129.700 Personen nahmen an Maßnahmen teil, davon waren 85 % Jugendliche. 70 % der Angebote würden unentgeltlich zur Verfügung gestellt, so das Finanzministerium.

Für das Jahr 2026 ist der letzte Jahresarbeitsplan der aktuellen Strategieperiode vorgesehen. Parallel dazu laufen bereits die Arbeiten an der Folgestrategie ab 2027, die im Laufe des Jahres 2026 finalisiert werden soll. (Schluss) gla