Parlamentskorrespondenz Nr. 371 vom 29.04.2026
Neu im Kulturausschuss
Wien (PK) – FPÖ-Kultursprecher Wendelin Mölzer setzt sich in einem Entschließungsantrag (852/A(E)) für die österreichische Filmwirtschaft ein. Er fordert von der Bundesregierung eine Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Filmförderung. Ziel müsse es sein, die Filmbranche langfristig zu stärken, ihre Eigenständigkeit zu fördern und eine effiziente Mittelverwendung sicherzustellen. Die aktuellen Vorgaben der Filmförderung würden diesen Anforderungen nicht gerecht, zeigt sich Mölzer überzeugt.
Im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit öffentlichen Mitteln müsse künftig festgelegt werden, dass pro Filmprojekt die Kombination von maximal zwei öffentlichen Förderprogrammen möglich sei. Weiter solle unter Berücksichtigung unionsrechtlicher Vorgaben die Gesamtförderquote öffentlicher Mittel pro Projekt grundsätzlich 50 % der Herstellungskosten nicht überschreiten dürfen. Zudem gelte es, die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Fördervergabe deutlich zu erhöhen, insbesondere hinsichtlich kumulierter Förderungen aus verschiedenen Quellen.
FPÖ-Kultursprecher Mölzer fordert weiters eine umfassende Evaluierung der Filmförderpraxis der vergangenen Jahre, um ihre Effizienz, Zielgenauigkeit und Rechtskonformität sicherzustellen. Grundsätzlich gelte es, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Filmbranche nachhaltig weiterzuentwickeln. In diesem Sinne gelte es, die Eigenfinanzierungskraft der Filmwirtschaft zu stärken und zusätzliche private Investitionen zu mobilisieren. (Schluss) sox