Parlamentskorrespondenz Nr. 431 vom 18.05.2026

Deutliche Steigerung bestellter Dopingkontrollen im Jahr 2025

Wien (PK) – Die Gesamtanzahl der durchgeführten Dopingkontrollen der Nationalen Doping Agentur NADA Austria konnte im Jahr 2025 erneut gesteigert werden, um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus ihrem Jahresbericht hervor, der dem Nationalrat vom Sportministerium zugeleitet wurde (III-337 d.B.). Während es einen leichten Rückgang beim geplanten Kontrollprogramm gab, wurden deutlich mehr bestellte Dopingkontrollen durchgeführt. Das Jahr 2025 sei von hoher operativer Intensität, strategischer Weiterentwicklung und verstärkter internationaler Zusammenarbeit geprägt gewesen, heißt es im Bericht.

Über 3.000 Dopingkontrollen

Die NADA Austria führt sowohl Kontrollen im Rahmen des nationalen Programms als auch von Sportorganisationen oder Sportveranstaltern in Auftrag gegebene Dopingkontrollen durch. 2025 wurden 2.350 Proben im Rahmen des nationalen Programms gezogen, etwas weniger als 2024 (2.420). Der moderate Rückgang lasse sich durch die überdurchschnittlich hohe Kontrollanzahl im Olympiajahr 2024 erklären. Von den 2.350 im aktuellen Berichtszeitraum gezogenen Proben entfielen 1.672 auf sogenannte "Out-of-competition"-Kontrollen, die außerhalb von Wettkämpfen stattfanden. Es handelt sich um 1.237 Urinproben und 435 Blutproben. Innerhalb von Wettkämpfen ("In-competition") wurden 583 Proben genommen, davon 528 Urin- und 55 Blutproben. Die restlichen Dopingproben wurden bei Pferden entnommen. Der Pferdesport zählt neben Skisport, Radsport und Fußball zu den Sportarten mit den meisten Testungen in Österreich.

Bestellte Dopingkontrollen gab es im selben Zeitraum 681 (im Vergleich zu 481 zum Vorjahr), hauptsächlich aus dem Skisport. So wurde im Auftrag des internationalen Skiverbandes etwa die Koordination des Dopingkontrollprogramms der Ski-Weltmeisterschaft in Saalbach übernommen. Die NADA wertet den deutlichen Anstieg der bestellten Kontrollen von Partnerorganisationen als Zeichen des Vertrauens und der Professionalität. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2025 somit eine Gesamtzahl von 3.031 Proben (im Vergleich zu 2.901 im Jahr 2024).

Wegen auffälliger Dopingproben wurden im Berichtszeitraum in acht Sportarten Anti-Doping-Verfahren durchgeführt und sieben analytische Beweisverfahren wegen Anti-Doping-Verstößen abgeschlossen.

Weiterentwickelt wurden die nationalen Kontrollstrategien in Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Winterspiele Milano Cortina 2026. Die NADA Austria setzte außerdem auf die Weiterentwicklung der Qualitätsstandards, den internationalen Austausch sowie Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Der Ärztinnen- bzw. Ärztemangel sei auch im Bereich der Anti-Doping-Arbeit zu bemerken, heißt es im Bericht. Vorgeschlagen wird daher, die Blutabnahme im Rahmen von Dopingkontrollen für weitere Berufsgruppen zu öffnen.

Präventionsangebote werden gut angenommen

Neben der Kontrollarbeit ist die Prävention zentraler Tätigkeitsschwerpunkt der Nationalen Dopingagentur. Um Sportlerinnen und Sportler frühzeitig für Risiken, Folgen und ethische Fragen rund ums Doping zu sensibilisieren, werden auf einer E-Learning-Plattform digitale Lernangebote als niederschwellige Wissensvermittlung angeboten. Laut Bericht seien diese 2025 sehr gut angenommen und über 12.000 Kurse absolviert worden. Ergänzend gab es über 300 Schulungen und Informationsveranstaltungen vor Ort. Die App zur Medikamentenabfrage sei inzwischen auf über 3.000 Geräten installiert worden. (Schluss) fan

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