Parlamentskorrespondenz Nr. 585 vom 18.06.2026
Deutliche Erholung bei ausländischen Direktinvestitionen in Österreich im Jahr 2024
Wien (PK) – In Österreich werden Investitionen aus vielen verschiedenen Herkunftsländern in vielen verschiedenen Branchen getätigt, die sogenannten ausländischen Direktinvestitionen (FDI). Die Investitionskontrolle dieser ausländischen Direktinvestitionen trage wesentlich dazu bei, potenzielle Risiken für kritische Infrastrukturen, Schlüsseltechnologien und sicherheitsrelevante Bereiche frühzeitig zu erkennen. Dies hält Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer im mittlerweile vierten Tätigkeitsbericht der Investitionskontrolle für das Jahr 2024 fest (III-351 d.B.).
In Österreich habe sich im Jahr 2024 eine deutliche Erholung der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) gezeigt, nachdem es in den Jahren 2022 und 2023 zu Rückgängen gekommen war. Das betreffe sowohl die FDI-Transaktionen als auch die FDI-Bestände, wobei insbesondere Investitionen aus Drittstaaten an Bedeutung gewonnen haben. Aufgrund der Zuwächse bei den FDI-Transaktionen stieg der FDI-Bestand in Österreich auf 210,7 Mrd. € im Jahr 2024, wie aus dem Bericht hervorgeht.
Insgesamt seien die globalen ausländischen Direktinvestitionen im Jahr 2024 weiterhin unter dem Einfluss eines von Unsicherheit geprägten wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds gestanden. So sei weltweit bei den globalen FDI-Flüssen das zweite Rückgangsjahr in Folge zu verzeichnen, so der Bericht. Auch in Europa sei im Jahr 2024 ein deutlicher Rückgang der FDI-Zuflüsse zu beobachten gewesen.
In Österreich ist die Branche mit den größten FDI-Beständen laut Bericht für 2024 der Bereich "Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen" mit 124,7 Mrd. € - deutlich dahinter folgt beispielsweise "Finanz- und Versicherungswesen" mit 24,1 Mrd. €. Gemessen am FDI-Bestand waren 2024 die wichtigsten Herkunftsländer von Investoren in absteigender Reihenfolge Deutschland, Russland, die Schweiz, USA und Italien.
Im Bericht finden sich außerdem die Beiträge der Österreichischen Nationalbank, der Österreichischen Beteiligungs AG sowie der Austrian Business Agency mit Detailanalysen zu den ausländischen Direktinvestitionen 2024. (Schluss) mbu