Parlamentskorrespondenz Nr. 611 vom 24.06.2026

Geförderte Volksgruppenaktivitäten werden gut angenommen

Bericht des Bundeskanzleramts über die Volksgruppenförderung 2024 liegt vor

Wien (PK) – Im Jahr 2024 wurden 7,87 Mio. € an Volksgruppenförderung ausgeschüttet, das geht aus dem jährlichen Förderbericht des Bundeskanzleramts hervor (III-361 d.B.). Sie umfasst sowohl Struktur- als auch Projektförderungen, etwa Bau- und Sanierungsmaßnahmen aber auch Aktivitäten zur Sprach- und Geschichtsvermittlung, die Herausgabe von analogen und digitalen Medien in den Volksgruppensprachen sowie Sportangebote, die vor allem vom Volksgruppennachwuchs wahrgenommen werden.

Großteil der Fördermittel kommt slowenischer und kroatischer Volksgruppe zugute

Die meisten Mittel flossen 2024 für die slowenische (2,68 Mio. €) und die kroatische Volksgruppe (2,18 Mio. €). Die ungarische Volksgruppe wurde mit rund 893.000 € gefördert, die tschechische mit 708.000 €. Die Volksgruppe der Roma erhielt 778.000 € an Zuwendungen. 177.000 € ergingen im Berichtszeitraum an die slowakische Volksgruppe sowie 392.000 € an volksgruppenübergreifende Projekte, etwa zur Produktion mehrerer Filme.

Die Medienförderung wird als ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der volksgruppensprachlichen Medien wahrgenommen. Sie wird zweijährig für die volksgruppensprachlichen periodisch erscheinenden Leitmedien vergeben, wobei auch Förderungen für weniger oft erscheinende bzw. digitale Medien beantragt werden können.

Die Förderposition "Interkulturelle Förderung" wurde 2023 erstmals zweijährig ausgestaltet, um eine bessere Planbarkeit von Projekten zu ermöglichen. Es wurden Vorhaben gefördert, die dem Zusammenleben zwischen den Volksgruppen und der Mehrheitsbevölkerung dienen.

Immer mehr Jugendliche nutzen gefördertes Angebot

Die vom Bundeskanzleramt geförderten Projekte und Aktivitäten werden gerne und häufig angenommen, geht aus dem Bericht hervor. Die Feedbackauswertung aus den vorangegangenen Förderjahren zeigt in allen Aktivitätenkategorien einen hohen Grad an Zufriedenheit. Sportangebote würden sich am ehesten dazu eignen, die Volksgruppenjugend anzusprechen. Am wenigsten geeignet seien dazu nach wie vor die geförderten Medienangebote, obwohl sich der Wert bessere. Der Anteil an jugendlichen Teilnehmenden an den geförderten Angeboten habe sich weiter erhöht. Ebenso erfreulich sei, dass in der Kategorie Sport im Jahresvergleich mehr weibliche Nutzerinnen angesprochen werden konnten, steht im Förderbericht.

Die Abwicklung der Volksgruppenförderung erfolgt nach einem wirkungsorientiert gesteuerten Förderzyklus. Diese im Jahr 2022 etablierte Vorgangsweise soll Transparenz schaffen und helfen, Förderprioritäten besser zu erkennen. (Schluss) fan


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