Parlamentskorrespondenz Nr. 764 vom 21.07.2026
Finanzpolizei: 1.327 Kontrollen von Lohn- und Sozialdumping 2025
Finanzminister legt Bericht über Kontrollplan vor
Wien (PK) – Die Finanzpolizei hat im Jahr 2025 insgesamt 1.327 ausländische Betriebe kontrolliert, die Personal nach Österreich entsenden oder überlassen. Das geht aus dem Bericht über den Kontrollplan 2025 hervor, den das Finanzministerium vorgelegt hat (III-369 d.B.).
Die Finanzpolizei kontrolliert regelmäßig, ob nach Österreich entsendete oder überlassene Arbeitskräfte ausreichend entlohnt werden. So soll Lohn- und Sozialdumping verhindert werden.
Bei den 1.327 Kontrollen wurden insgesamt 3.691 entsendete oder überlassene Arbeitnehmende überprüft. 274 davon, also weniger als 8 %, waren von potenzieller Unterentlohnung betroffen. Die meisten Betroffenen (154) gab es in Oberösterreich, wobei in diesem Bundesland auch die meisten Personen kontrolliert wurden (907). Nachdem die Finanzpolizei im Jahr 2024 das Ziel von 1.300 Kontrollen verfehlt hatte, konnte es im Jahr 2025 übererfüllt werden.
Wegen des Nichtbereithaltens bzw. Nichtbereitstellens von Lohnunterlagen hat die Finanzpolizei 433 Strafanträge gestellt. Insgesamt wurden Geldstrafen in der Höhe von 5,37 Mio. € beantragt.
Schwerpunkte lagen in Kontrollen an den Grenzen, in den Bereichen Straßentransport, Hotel und Gastronomie sowie Fastfood, Würstelstand und Döner. Auch im Bereich Security und Eventbranche sowie im Bau- und Baunebengewerbe gab es Schwerpunktkontrollen. (Schluss) kar