Digitale Demokratie

In diesem Teil der Ausstellung erfahren Sie mehr über Chancen und Schwierigkeiten der Digitalisierung für die Demokratie.

Beschreibung und Verortung der Regalinhalte

Im Regal vor Ihnen sind Ausstellungsobjekte mit Bild- und Textinhalten auf alle Regalebenen verteilt. Die oberen drei Regalebenen sind mit weiß und beige ummantelten Büchern bestückt. Auf den Buchrücken sind prägende Symbole aus der Digitalen Welt, wie etwa der „Like“-Button, gedruckt. Darunter, in der Regalebene 1, befindet sich ein Leporello zum Thema „Digitale Souveränität“ mit zwei Bildmotiven und Textinhalten. In der Regalebene 2 darunter befindet sich links ein Handapparat mit Büchern zum Thema „Big Data“ mit seitlich daran angebrachtem Objekttext, rechts davon befindet sich ein Handapparat mit Büchern zum Thema „E-Demokratie“ mit seitlich daran angebrachtem Objekttext.

In der Regalebene 3 befindet sich links der auf der Rückwand gedruckte Einführungstext, rechts daneben befindet sich ein Handapparat mit Büchern zum Thema „Soziale Medien“ mit seitlich daran angebrachtem Objekttext. In der untersten Regalebene 4 befindet sich links ein Handapparat mit Büchern zum Thema „Nudging“ mit seitlich daran angebrachtem Objekttext, rechts befindet sich ein Handapparat mit Büchern zum Thema „Social Bots“ mit seitlich daran angebrachtem Objekttext.

Einleitungstext in Brailleschrift

Ein offener Schuber mit dem Einleitungstext zum jeweiligen Regal in Brailleschrift befindet sich in jedem Ausstellungsregal unterhalb der Braille-Zeile mit dem Titel des Ausstellungsabschnittes. Auf der Oberseite des Faches befindet sich ein QR-Code, über den jeder der Einführungstexte für die insgesamt 30 Ausstellungsabschnitte abrufbar ist.

Einleitung

Zu den digitalen Informationsangeboten der Parlamentsbibliothek zählen Online-Datenbanken und E-Abos internationaler Fachzeitschriften. Interaktive digitale Medien sind heute fixer Bestandteil vieler demokratischer Institutionen und ermöglichen neue Formen von Öffentlichkeit und Beteiligung. Positiven Aspekten der digitalen Informationsproduktion und -verbreitung stehen Begriffe wie „Fakenews“, „Nudging“ und „Profiling“ gegenüber. Die ausgewählte Fachliteratur widmet sich der Frage: Welchen Einfluss haben Big Data und künstliche Intelligenz auf das Verständnis von Demokratie?

Regalebene 1

Leporello zum Thema „Digitale Souveränität“

Staatliche Souveränität setzt sich im 21. Jahrhundert als „digitale Souveränität“ fort. Sichere (technische) Infrastrukturen sollen politische Prozesse garantieren, an denen informierte Bürger:innen partizipieren können. Manipulation (etwa durch „Computational Propaganda“ und „Fake News“) der öffentlichen Meinung – in sozialen Netzwerken und über Nachrichtendienste – stellt eine der wesentlichen demokratiepolitischen Herausforderungen dar.

Regalebene 2

Handapparat mit Büchern zum Thema „Big Data“

Big Data wird häufig als Mantelbegriff für digitale Technologien verwendet, die für eine neue Ära digitaler Kommunikation und einen gesellschaftlichen Umbruch stehen, der es erlaubt, gigantische Datenströme zu verarbeiten und auszuwerten. Privatheit, Öffentlichkeit und politische Willensbildung stellen Demokratien angesichts dieser Entwicklungen vor neue Herausforderungen.

Handapparat mit Büchern zum Thema „E-Demokratie“

Die vielfältigen digitalen Beziehungen zwischen Staat und Bürgerinnen und Bürgern nehmen in der Demokratie eine besondere Rolle ein. Die Unterstützung demokratischer Prozesse durch digitale Kommunikationstechnologien soll die politische Kommunikation beleben. Zur E-Demokratie gehören auch die elektronische Durchführung administrativdemokratischer Prozesse (E-Government) sowie alle Formen von Onlinebeteiligung (E-Participation).

Regalebene 3

Handapparat mit Büchern zum Thema „Soziale Medien“

Soziale Medien spielen für demokratische Meinungsbildungsprozesse eine bedeutende Rolle. Der Zugang zu Informationen erscheint einfach und unerschöpflich. Die Gefahr, dass sich soziale Spaltungen in der Gesellschaft vertiefen, bleibt Nutzerinnen und Nutzern, die sich in sogenannten Filterblasen bewegen, oft verborgen. Dass Menschen nur noch Informationen rezipieren, die die eigenen Ansichten stützen, wird als Bedrohung für die Demokratie gesehen.

Regalebene 4

Handapparat mit Büchern zum Thema „Nudging“

Nudging ist ein Begriff der Verhaltensökonomie. Es ist eine Methode, das Verhalten von Menschen zu beeinflussen, ohne auf Verbote und Gebote zurückgreifen zu müssen. Ein wichtiger Nudge besteht im Setzen von sozial optimalen „Defaults“ (dt. „Standards, Vorgabewerte“). Wenn Personen von diesen Defaults nicht mehr abweichen, verhalten sie sich aus Sicht der regulierenden Instanz optimal. 

Handapparat mit Büchern zum Thema „Social Bots“

In sozialen Netzwerken werden Social Bots eingesetzt, um automatisch Antworten zu generieren, ohne auf menschliche Interaktion angewiesen zu sein. Dazu werden künstliche Accounts mit Profilbild, Follower:innen und Posts geschaffen. Sie werden angelegt, um Werbung zu verbreiten oder Mehrheiten vorzutäuschen. Um entsprechende Themen zu finden, werden einfache Keyword-Suchen durchgeführt und Postings nach bestimmten Schlagwörtern und Hashtags gescannt.