Granaten als Aschenbecher
Im Jahr 1936 war der Erste Weltkrieg seit beinahe zwei Jahrzehnten Geschichte. Dennoch war er in Amtsräumen nicht nur in Form von Kriegsveteranen, sondern auch in Form von Granaten, Schrapnells und anderen Geschossen präsent. Die Erinnerungsstücke dienten als Aschenbecher oder als Briefbeschwerer. Allerdings war nicht bei allen Stücken der Zünder entfernt worden, so dass die Gefahr von explosiven Unfällen bestand. Aus diesem Anlass entsandte das Präsidium des Bundeskanzleramts ein Rundschreiben mit einem entsprechenden Warnhinweis. Das Schriftstücks wurde von allen 100 Mitarbeiter:innen der Kanzlei des Hauses der Bundesgesetzgebung per Unterschrift zur Kenntnis genommen.
Transkript: Rundschreiben des Präsidiums des Bundeskanzleramtes aus dem Mai 1936 / PDF, 49 KB