Sie bereiten die Sitzungsunterlagen vor, sorgen für Sauberkeit im gesamten Gebäude und drehen am Ende das Licht ab: Das Personal des Parlaments garantiert tagtäglich den reibungslosen Betrieb. Auch in Zeiten der Not wurde im Hohen Haus stets auf angemessene Dienstkleidung geachtet. In der unmittelbaren Nachkriegszeit waren viele der Arbeitskittel und Uniformen geflickt und recycelt, etwa die Staubmäntel des Kesselhauspersonals oder die alten "russischen" Mützen der Feuerwache. Die Livreen der Chauffeure, Portiere und Saaldiener hingegen mussten repräsentativen Ansprüchen genügen — sie trugen Maßanzüge mit polierten Knöpfen. Im Parlamentsarchiv finden sich Entwürfe und Proben der frühen Parlamentsmode.
Parlamentsarchiv - Blick ins Archiv
01.04.2026
Glänzende Knöpfe im Dienst
Objekte in der Vitrine
- Saaldiener-Livreen, Entwurfszeichnung der Firma Tillner (1947), PA NR‑2‑1, S 1947‑217.
- Stoffmusterproben des Bekleidungshauses Stefan Esders (1950), PA NR‑2‑1, S 1950‑296.
- Zwei Livreeknöpfe der Brüder Schneider AG (1957), PA NR‑2‑1, Zl. NR‑1709/57.
- Auflistung der Dienstkleidung 1946–1948 (1948), PA NR‑2‑1, S 1948‑387.
- Prospekt für Dienstkleider und Livreen der Firma Tillner (ca. 1950), PA NR‑2‑1, S 1950‑296.