Überblick
Wir analysieren die Dynamik der Finanzierungskosten von Banken bei strukturellen, makroökonomischen Schocks, die wir durch das Setzen einer Kombination von Null- und Vorzeichenbeschränkungen auf die Impulsantworten identifizieren. Für die Schätzung kombinieren wir US-Bankbilanzdaten aus den Call-Reports mit makroökonomischen Aggregaten über den Zeitraum vom 1. Quartal 1984 bis zum 3. Quartal 2007. Unsere Analyse zeigt, dass die Finanzierungskosten der Banken hauptsächlich auf geldpolitische und gesamtwirtschaftliche Nachfrageschocks reagieren. Darüber hinaus steigen die Finanzierungskosten von unterkapitalisierten und illiquiden Banken nach einem kontraktiven geldpolitischen Schock stärker an als jene von besser kapitalisierten und liquideren Banken. Diese Ergebnisse stützen die Ansicht, dass die Finanzierungskosten der Banken ein wichtiges Element des Bankkreditkanals darstellen.
Max Breitenlechner, Johann Scharler und Friedrich Sindermann (2016): Banks’ External Financing Costs and the Bank Lending Channel: Results from a SVAR Analysis, Journal of Financial Stability, Vol. 26, S. 228‑246.